Soja wird lukrativ

Die EU-weite Reduzierung des Anteils der Stilllegungsfläche lässt neben Sonnenblume auch Soja interessant werden. Leistungsfähige Sorten stehen zur Verfügung.
Für den Sojaanbau stehen leitungsfähige Sorten parat.
Für den Sojaanbau stehen leitungsfähige Sorten parat.
In den beiden warmen bis heißen Vorjahren wurden die Wachstumsansprüche der Sojabohne in den niederschlagsreicheren Anbaulagen des Westbahngebietes und in Südösterreich – gute gleichmäßige Wasserversorgung bei Temperaturen um 20° C und höher - in optimaler Weise erfüllt. Gute bis hohe Erträge waren insbesondere auf sich schnell erwärmenden, gut durchlüfteten, neutral bis schwach sauren Böden erzielbar. Diese Böden fördern auch die Bildung der Wurzelknöllchen, wodurch sich die Sojabohne mit Stickstoff im ausreichenden Ausmaß selbst versorgen kann. Deshalb ist bei mittlerer Nährstoffversorgung lediglich eine Phospor/Kaligabe von 60/90 kg notwendig. Hierzu ist aber das Sojasaatgut vor der Aussaat mit einem Rhizobienpräparat, dessen Bakterien die Bildung der Wurzelknöllchen bei der Pflanze auslösen, zu impfen. Dies deshalb, weil die hierfür notwendigen Rhizobien von Natur aus nicht in den heimischen Böden vorkommen. Die Wirkung der Beimpfung ist im Bestand drei Wochen nach dem Auflaufen zu kontrollieren. Nur ein Fehlen der Wurzelknöllchen rechtfertigt eine Stickstoffdüngung während der Jugendentwicklung bis zum Ende der Blüte. Eine Startdüngung wirkt sich auf jeden Fall negativ auf die Knöllchenbildung aus. Obwohl die Rhizobien im Boden verbleiben, sollte in den ersten Fruchtfolgezyklen aus Sicherheitsgründen die Sojabohne jeweils neu beimpft werden, da Soja wegen der Unkrautproblematik unter heimischen Verhältnissen nicht nach Soja gebaut werden sollte. Insbesondere im Jugendstadium reagiert die Sojabohne nämlich auf Grund ihrer verhaltenen Jugendentwicklung und des damit verbundenen späten Reihenschlusses stark auf Unkrautkonkurrenz.

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Aktualisiert am: 08.04.2004 17:25
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