Soja: Ist in Südamerika eine Rekordernte zu erwarten?

Die Sojabohnenernte könnte 2013 in Südamerika überdurchschnittlich hoch ausfallen. Das US-Landwirtschaftsministerium rechnet in den Hauptanbaugebieten mit einem Plus von 20 bis 30 %.
Für 2013 rechnet das USDA mit einer Rekordsojaernte in Südamerika.
Für 2013 rechnet das USDA mit einer Rekordsojaernte in Südamerika.
Ungeachtet regional schwieriger Aussaatbedingungen wird in Südamerika weiterhin mit einer Rekordernte an Sojabohnen im kommenden Frühjahr gerechnet. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) nahm in seinem am Dienstag dieser Woche veröffentlichten Bericht zum Welt-Ölsaatenmarkt die Prognose für die südamerikanische Sojaproduktion 2012/13 lediglich um 0,3 Mio. t auf 143,8 Mio. t zurück. Allein die Ernteerwartung für Paraguay wurde um diese Menge auf 7,8 Mio. t gesenkt, während die übrigen Vorhersagen unverändert belassen wurden.

Rekordernte in Brasilien und Argentinien
So veranschlagen die Fachleute die brasilianische Sojabohnenernte nach wie vor auf den Rekordumfang von 81 Mio. t, was einem Zuwachs von 14,5 Mio. t oder 21,8 % gegenüber dem laufenden Jahr entspräche. Für Argentinien, den drittgrößten Sojaerzeuger nach Brasilien und den USA, rechnet das USDA weiterhin mit einer Spitzenernte von 55,0 Mio. t; das wäre ein Plus von 14,0 Mio. t oder 34,1 %.

US-Prognose stabil
Die Schätzung der Ernte im eigenen Land beließen die Washingtoner Experten bei 80,9 Mio. t. Das dürrbedingte Minus zu 2011 beläuft sich dort demnach auf 3,3 Mio. t oder 4 %. In den Jahren 2009 und 2010 hatten die US-Farmer jeweils mehr als 90 Mio. t Sojabohnen eingebracht. Für das Nachbarland Kanada setzte das USDA die Ernteerwartung um gut 0,6 Mio. t auf 4,9 Mio. t herauf, was im Vergleich zur vorherigen Saison einem Plus.

Aktualisiert am: 27.12.2012 11:41
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