Soja: Angebot aus Südamerika bestimmt die Preise

Die absehbar großen Sojaernten in Südamerika sprechen für schwächere Sojanotierungen, doch zuletzt zogen die Sojanotierungen kräftig nach oben.
Unterstützt wurden sie vom festen Dollarkurs, den steigenden Mineralölnotierungen und dem lebhaften Handel mit Agrarfutures.

Weltweit 45 Mio. t mehr Sojabohnen

Nachdem im Herbst in den USA eine Rekordsojabohnenernte von über 91 Mio. t eingefahren werden konnte, richtet sich nun der Blick nach Südamerika. Nach ersten Schätzungen sollen es in Brasilien 66 Mio. t werden, nach 57 Mio. t im Vorjahr und in Argentinien werden 53 Mio. t erwartet. Im Vorjahr waren es dort aufgrund der zu trockenen Bedingungen nur 32 Mio. t gewesen. In den Frühgebieten Brasiliens sind die meisten Felder schon abgeerntet, aber ein Großteil steht noch aus. In Argentinien ist die Aussaat beendet, Vegetationsbedingungen je nach Anbauregion zu feucht oder zu trocken. Dies bietet viel Stoff für Spekulationen. Die Witterungsbedingungen in Südamerika sind dabei genauso wichtig, wie das mögliche Exportpotential. Momentan wir die Nachfrage am Weltmarkt hauptsächlich von den USA bedient. Immerhin hatte die dortige Sojabohnenernte mit 91,5 Mio. t alle Erwartungen übertroffen. 2008 waren es 11 Mio. t weniger gewesen.

Eine Einschätzung der Markt- und Preisentwicklung können Sie unter folgendem Link nachlesen: Marktanalyse: Soja (Quelle: www,proteinmarkt.de)


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Aktualisiert am: 02.03.2010 08:36
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