So startet Xerra mit Arbos in Österreich

Arbos, eine italienische Traditionsmarke mit chinesischem Eigentümer, will in Europa Fuß fassen. Für Österreich hat Robert Binder die Verantwortung dafür übernommen.
Ing. Robert Binder, Geschäftsführer der Xerra GmbH
Ing. Robert Binder, Geschäftsführer der Xerra GmbH
LANDWIRT: Herr Binder, der Traktormarkt in Österreich ist stark rückläufig. Wozu brauchen wir da neue Traktormarken?

Robert Binder: Statistisch gesehen braucht man sie nicht. Aber es ist einfach Fakt, dass immer mehr Hersteller aus dem Osten auf den Europäischen Markt drängen. Diese Entwicklung ist nicht aufzuhalten. Es werden noch viele weitere Marken folgen. Mit Arbos bieten wir den österreichischen Landwirten eine interessante Kombination an: eine europäische Entwicklung mit Teilkomponenten aus China. Dadurch haben wir gegenüber anderen europäischen Produzenten einen klaren Kostenvorteil, den der Landwirt spüren wird.

Wie groß ist der Preisunterschied zu Traktoren mit vergleichbarer Technik?

Arbos-Traktoren sind um etwa 25 Prozent günstiger als Traktoren renommierter europäischer Hersteller.

Die Produktpalette von Arbos umfasst Traktoren von 40 bis 260 PS sowie Maschinen für Bodenbearbeitung, Saat und Pflege.
Die Produktpalette von Arbos umfasst Traktoren von 40 bis 260 PS sowie Maschinen für Bodenbearbeitung, Saat und Pflege.
Wer ist Arbos?

Arbos ist eine fast 100 Jahre alte italienische Traditionsmarke. Sie wurde 1994 stillgelegt und vor wenigen Jahren vom chinesischen Großkonzern Lovol wiederbelebt. Lovol hat im Norden Italiens mehrere Werke gekauft. Im Raum Modena wurde ein Entwicklungszentrum für Traktoren geschaffen. Ziel ist es, den Fuß im europäischen Markt zu haben und die Marktführerschaft auf dem Heimmarkt China abzusichern.
Neben Traktoren umfasst das Produktprogramm auch High-Level-Landmaschinen für die Bodenbearbeitung, die Saat, die Düngung und den Pflanzenschutz.

Wenn man China hört, denkt man aber nicht an High-Level-Technik sondern an Billigprodukte. Warum haben Sie sich für ein chinesisches Produkt entschieden?

Arbos ist kein chinesisches Produkt, sondern zu 100 Prozent europäische Qualität. Alle Werke sind im „Landtechnikzentrum“ Norditaliens angesiedelt. Ja, es werden einige Traktorkomponenten in China produziert, aber nach den Vorgaben der italienischen Entwicklungsingenieure. Diese werden dann mit dem bekannten Kohler-Motor, der Bosch-Hydraulik oder der gesamten Elektrik in Carpi zusammengebaut und nach europäischen Standards kontrolliert und abgenommen.


Das gesamte Interview lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 12/2018. Dort erfahren Sie auch wer Xerra ist, welche Ziele sich Xerra gesteckt hat, wie die Service und Ersatzteilversorgung abgewickelt werden und wann die Traktoren erstmals der breiten Öffentlichkeit gezeigt werden.

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Zur Homepage von XERRA (Arbos Generalimport für Österreich)

Aktualisiert am: 23.06.2018 09:10

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Bildbericht vom Arbos Start

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