So schützen Sie Ihre Schweine vor Grippe

Schweineinfluenza ist eine hochinfektiöse, virale Erkrankung des Atmungstraktes der Schweine und verursacht durch verminderte Lebendmassezunahmen in der Mast, sowie durch Fruchtbarkeitsprobleme im Zuchtsauenbestand, massive wirtschaftliche Verluste.
Der Virusnachweis ist aus Nasentupfern erkrankter Tiere möglich.
Der Virusnachweis ist aus Nasentupfern erkrankter Tiere möglich.
Bei Influenza-Viren handelt es sich um Orthomyxoviren, welche aufgrund ihrer Oberflächenbeschaffenheit in die Gruppen A, B und C eingeteilt werden.

Der Influenza A-Virus ist für eine große Anzahl von Tiergattungen einschließlich Mensch, Schwein, Pferd und Vögel infektiös. Schweine spielen in der Ätiologie (Krankeitsursache) der Influenza eine bedeutende Rolle. Sie sind einerseits natürlicher Wirt für gewisse Subtypen (Untergruppen), andererseits sind sie empfänglich für menschliche Grippe-Viren und für Grippe-Viren der Vögel. Wenn Influenza vom Menschen auf das Schwein übertragen wird, verläuft die Infektion meist ohne klinische Symptomatik. Schweine können aber dadurch als Reservoir menschlicher Influenzavirusstämme fungieren. Bei zusätzlicher Infektion mit Influenzavirusstämmen von Vögeln können im Schwein Doppelinfektionen entstehen, was durch Verschmelzen der Viren die Bildung neuer Typen ermöglicht.

Auf diesem Weg können auch neue menschliche Influenzaepidemien entstehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich neue Subtypen bilden, ist dort am höchsten, wo Menschen, Schweine und Geflügel in engem Kontakt stehen.

Autor: Dr. Michael HOLZHEU, Traunkreis Vet Clinic, Ried


Aktualisiert am: 08.02.2007 17:27
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