So geht’s uns beim Windwurfaufarbeiten

Holzernte in sturmgeschädigten Wäldern kann lebensgefährlich sein. Wenn die betroffenen Waldbauern aber Vorsichtsmaßnahmen einhalten, wird auch diese Schwerarbeit bewältigbar und das Risiko kalkulierbar.
Bevor man an die Aufarbeitung von Windwürfen herantritt, ist zu überlegen, ob man überhaupt die nötigen Voraussetzungen für die Verrichtung dieser gefährlichen Arbeit mit sich bringt.
Bevor man an die Aufarbeitung von Windwürfen herantritt, ist zu überlegen, ob man überhaupt die nötigen Voraussetzungen für die Verrichtung dieser gefährlichen Arbeit mit sich bringt.

Besondere Gefahren bei der Windwurfaufarbeitung ergeben sich insbesondere durch:
Flächenwürfe
Großflächige Windwürfe müssen unbedingt mit Seilwinden entzerrt werden. Die händische Aufarbeitung ist von der Windseite her zu beginnen. Im Verhau sollen lediglich die Stocktrennschnitte durchgeführt werden.
Gespannte Stämme
Durcheinander liegende Bäume sind häufig mehrfach verspannt. Die Spannungen können maschinell oder durch Ausformen vom Wipfel her reduziert werden. Jedenfalls muss der Schnittbeginn auf der Druckseite des Stammes erfolgen.
Ausgerissene Wurzelballen
Wurzelballen sind gegen Umkippen bzw. Abrollen zu sichern, da von ihnen beim Trennschnitt eine besonders große Gefahr ausgeht. Als Sicherheitsmaßnahme kann man den Wurzelballen mit einer Seilwinde sichern oder ein Stammstück belassen.
Schief stehende Bäume
Bei schief stehenden oder angelehnten Bäumen sind besondere Schnitttechniken, wie zum Beispiel der Vorhängerschnitt, anzuwenden, damit der Stamm nicht aufreißt.
Geknickte Bäume
Bei gebrochenen und geknickten Bäumen ist auf herabfallende Baumteile zu achten. Wenn möglich, ist die Krone mittels Seilwinde abzuziehen.

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Aktualisiert am: 25.03.2003 14:22
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