Sinkende Milchpreise erschweren Export von Zuchtrindern

Die niedrigen Milchpreise wirken sich negativ auf den Zuchtrinderexport aus. ZAR-Obmann Wagner betont, dass es wichtig sei, die Exportmärkte wieder in Schwung zu bekommen.
Der Export österreichischen Zuchtviehs in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Im Jahr 2002 wurden rund 10.200 Stück ausgeführt. 2005 waren es etwa 15.540 und im Vorjahr wurden fast 23.800 Tiere außer Landes gebracht. Diese Ausfuhren sind für die Einkommenssicherung der Betriebe von entscheidender Bedeutung. ZAR-Obmann Anton Wagner
ZAR-Obmann Wagner: Jetzt sei es eine große Herausforderung, die Exportmärkte im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise wieder in Schwung zu bringen.
ZAR-Obmann Wagner: Jetzt sei es eine große Herausforderung, die Exportmärkte im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise wieder in Schwung zu bringen.
zeigt sich in diesem Zusammenhang über den Verfall der Milchpreise besorgt. Die schwierige Marktlage erschwere auch die Ausfuhr hochwertigen Zuchtrindern in die traditionellen Exportländer Italien, Russland, Kroatien und Algerien erheblich erschwert. In diesem Zusammenhang wird die von der EU-Kommission in Aussicht gestellte gründliche Marktanalyse für Milch und Milchprodukte, die in den nächsten zwei Monaten vorliegen soll, begrüßt. Wagner unterstützt daher die Forderung von Lebensminister Nikolaus Berlakovich und der Landwirtschaftskammer Österreich, durch entsprechende, wenn auch zeitlich befristete Maßnahmen (Absatzförderung, Interventionen, Exporterstattung), die nachfragebedingte Marktschwäche zu überwinden.

Alarmierende Studie
Laut der neuen Studie "Einkommensentwicklung von Milchbetrieben bei veränderten Milchpreisen" (Institut für Betriebswirtschaft des Johann Heinrich von Thünen-Instituts in Braunschweig), betrifft die derzeitige Krise auf dem Milchmarkt nicht nur große und spezialisierte Höfe, die mit Investitionen ihre Zukunftsfähigkeit absichern wollten, sondern vor allem auch kleinere Betriebe in weniger günstigen Produktionsgebieten. Die Einkommenslage verschlechtert sich dramatisch. Wenn nicht rasch wirksame Maßnahmen realisiert werden ist die Bewirtschaftung wertvollen Kulturlandes gefährdet, heißt es in der Studie.

Zuchtrinder sichern Einkommen
"Das Grünland in den Bergregionen, benachteiligten Gebieten und in den Gunstlagen ist das Herzstück der österreichischen Landwirtschaft und für eine leistungs- und wettbewerbsfähige sowie exportorientierte Zuchtrinderwirtschaft zur Einkommenssicherung von etwa 26.000 Betrieben unerlässlich. Die angespannte Situation beim Milchpreis kann derzeit noch zum Teil mit moderaten Zuchtviehpreisen ausgeglichen werden", so der ZAR-Obmann. Jetzt sei es eine große Herausforderung, die Exportmärkte im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise wieder in Schwung zu bringen.


Aktualisiert am: 03.07.2009 14:32

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