Siloplatte im Endlosbetrieb: schnell, einfach und billig

Durch den Endlosbetrieb einer Siloplatte können auch kleinste Teilflächen schnell, einfach und billig zum optimalen Zeitpunkt geschnitten und konserviert werden. Gleichzeitig erübrigt sich die Fertigung von Ballensilage.
Auf der Siloplatte ist neben Gras auch Silomais oder eine Mischsilage konservierbar.
Auf der Siloplatte ist neben Gras auch Silomais oder eine Mischsilage konservierbar.
Mit der Siloplatte ist in kürzester Zeit ein Aufwuchs oder eine Teilfläche meist im optimalen Stadium konservierbar, wohin gegen bei Weidegang oder Eingrasen der Aufwuchs oft zu alt ist, bis er verfüttert ist. Oft müssen diese alten Aufwüchse, damit sie räumen, als Winterfutter konserviert werden, welches dann als rohfaserreiche Partien zum Vorschein kommt. Ganzjahressilagebetriebe holen nicht weniger Milch aus dem Grundfutter als beim vorherigen Weidegang oder Eingrasen, sofern eben schlagkräftige Siliersysteme vorliegen und jung genutzt werden. Dass sich Eiweiß- und Fettgehalt der Milch deutlich nach oben bewegen, ist für viele ein Hauptargument der Befürwortung zur Sommersilage, vor allem auch im Zusammenhang mit der Teilflächensilierung.



Fütterung

Die Kotkonsistenz – ein Indikator für die richtige Ration und Fütterung – ist bei Silagefütterung im Sommer meist ideal, im Gegensatz zu den mehr oder weniger dauerhaften Durchfällen bei Grünfütterung oder Weidegang. Durch die Möglichkeit, permanent junges und damit energiereiches Grundfutter konservieren zu können, wird der Fett- und Eiweißgehalt der Milch positiv beeinflusst. Hier spielt die kontinuierliche Energieversorgung die entscheidende Rolle, zumal das Rohfaser- und Strukturproblem nur bei der Grünfütterung im Sommer von Bedeutung ist. Die optimale Nutzbarkeit des wirtschaftseigenen Futters durch die Teilflächensilierung führt zu einer Kraftfuttereinsparung. Hinzu kommt, dass durch die mehr oder weniger gute Ausgewogenheit des Grundfutters die Kraftfutterzuteilung besser und gezielter möglich ist. Gerade hochlaktierende Kühe reagieren sensibel auf unausgewogenes und sich laufend veränderndes oder gar verschmutztes Futter.

Autor: Dr. Karl Heinz Gerhold, Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Bregenz


Autor:
Aktualisiert am: 12.05.2005 15:35
Landwirt.com Händler Landwirt.com User