Sicherer Umgang mit Gefahrstoffen

Seit Inkrafttreten der REACH VO haben sich Sicherheitsanforderungen und Pflichten im Umgang mit Gefahrstoffen für Handel und Landwirte erhöht. Im Lagerhaus sind Sicherheitsdatenblätter zu chemischen Gefahrstoffen daher ab sofort auch gesammelt auf CD erhältlich.
Das Lagerhaus bietet seinen Kunden Sicherheitsdatenblätter jetzt auch auf CD.
Das Lagerhaus bietet seinen Kunden Sicherheitsdatenblätter jetzt auch auf CD.
Beim erstmaligen Kauf von Chemikalien, die als Gefahrstoffe eingestuft werden Landwirte im Lagerhaus, noch umfassender unterstützt. DI Herbert Bauer, Geschäftsführer der RUG Raiffeisen Umwelt Gesellschaft m. b. H.: „Die Informationen reichen von der Produktzusammensetzung, Darstellung möglicher Gefahren, Erste Hilfemaßnahmen, Lagervorschriften, Transporthinweisen bis hin zur Darstellung und Beherrschung des Risikopotenzials im Umgang mit den Mitteln.“ Derzeit werden diese Informationen in Form von Sicherheitsdatenblättern auf einer CD-ROM oder als Ausdruck übergeben. In Zukunft können sich Landwirte aussuchen, in welcher Form sie die Sicherheitsdatenblätter erhalten möchten.

Landwirte profitieren von erhöhten Sicherheitsstandards
Die Landwirte als Anwender und Abnehmer von chemischen Betriebsmitteln profitieren von einem reduzierten Risikopotenzial und erhöhten Sicherheitsstandards im Umgang mit den Produkten. Auch Produkte, die schwer abbaubare, bioakkumulierbare oder den Hormonhaushalt beeinträchtigende Stoffeigenschaften aufweisen, werden künftig entlang der Lieferkette mit Sicherheitsdatenblättern begleitet.

Der Landwirt ist gesetzlich verpflichtet, die vom Verkäufer übergegebenen Sicherheitsdatenblätter zehn Jahre lang aufzubewahren, die angeführten Maßnahmen zur Risikobeherrschung zu beachten und einzuhalten. „Sollten nach dem Kauf des Produktes binnen einem Jahr neue Erkenntnisse über Sicherheit und Risiken entdeckt werden, wird der Landwirt vom Lagerhaus in Form eines überarbeiteten Sicherheitsdatenblattes darüber informiert“, erklärt Bauer die Pflichten des Handels.

Sollte andererseits der Landwirt bei der Anwendung von Stoffen neue Erkenntnisse über unerwünschte Wirkweisen oder gefährliche Eigenschaften des Produktes gewinnen, ist auch er angehalten, diese Informationen an seinen Verkäufer weiterzugeben. „Ähnlich wie bei Nebenwirkungen durch Medikamente muss auch der Anwender chemischer Gefahrstoffe seine Erkenntnisse rückmelden; der Landwirt ist dazu sogar gesetzlich verpflichtet. Obwohl die Industrie durch laufende Forschungen die Sicherheit von Produkten gewährleistet, sind auch die Erfahrungen der Landwirte unverzichtbar für eine umfassende Risikobeherrschung“, betont Bauer.


Aktualisiert am: 22.04.2010 11:39
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