Sennerei in Galtür: Alpe Lorein

27 Besitzer hat die Lorein Alm, aber nicht genug Kühe für die Fläche. Trotzdem wollte man nicht auf den Almkäse verzichten. Die Lösung ist denkbar einfach – man braucht einen Senner, der seine Kühe mitbringt.
Die Milch von 42 Kühen wird zu Schnittkäse und Butter verarbeitet.
Die Milch von 42 Kühen wird zu Schnittkäse und Butter verarbeitet.
Galtür lebt hauptsächlich vom Tourismus, die Landwirtschaft läuft nebenbei. Viele Betriebe halten 2-3 Milchkühe, die den Sommer über auf der Alm sind. Andere wiederum haben ihren Betrieb umgestellt oder ganz aufgegeben. Auch die Lorein Alm ist von diesem Strukturwandel betroffen. Die 27 Besitzer aus Galtür, Mathon und Ischgl haben nicht mehr genug Milchkühe, um die Alm zu bestoßen. „Wir brauchen Kühe von auswärts“, erklärt Rudolf Kathrein, der Obmann der Alpe. Jeder hat Anteilsrechte für Kühe und Jungtiere, je nach Größe des Betriebes. Ganz auf Jungtiere wollten die Almbesitzer nicht umstellen.
Die Einkehrstation ist das einzige Gebäude im Lareintal, rund 6 km vom Ortskern entfernt. Die Straße führt bis zur Alpe und ist mit dem Auto befahrbar. Vor 12 Jahren wurde das Almgebäude saniert und die Verarbeitungsräume an die Hygienerichtlinien angepasst. „Wir haben lange überlegt, ob wir den Schritt gehen sollen“, erinnert sich der Obmann, „die Mehrheit hat sich aber doch für die Käseproduktion auf der Alpe ausgesprochen.“ Eine Senneralm verliert das Gesicht, wenn die Milch nur abgeliefert wird, waren sich alle einig. Rund 200.000 Euro investierten die Landwirte in die Gebäude.

Wie der Käse vermarktet wird und wie der Senner seinen Erntedank feiert lesen Sie in der Ausgabe 14/2011 des fortschrittlichen Landwirts.


Aktualisiert am: 06.07.2011 09:01
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