Selbstversorgungsgrad bei Schaf und Ziegenfleisch steigern

„Mit der Einführung der niederösterreichischen Qualitätsmarke ‚Donauland Lamm’ durch die Handelskette Spar wird ein weiterer, wichtiger Schritt für die heimische Schafhaltung und für die Konsumenten gesetzt.
Der Selbstversorgungsgrad bei Lamm- und Schaffleisch in Österreich ist noch nicht gedeckt.
Der Selbstversorgungsgrad bei Lamm- und Schaffleisch in Österreich ist noch nicht gedeckt.
Wie auch der kürzlich von mir vorgestellte Lebensmittelbericht 2010 zeigt, geht der Trend hin zu mehr Regionalität und die gesamte Wertschöpfungskette kann und soll davon profitieren, diesem Wunsch der Bevölkerung nachzukommen“, betont Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich.

Ausbaupotenzial nutzen und Selbstversorgungsgrad steigern
„Der Lebensmittelbericht 2010 zeigt, dass die heimische Nahrungsmittelkette die Krise vergleichsweise gut überstanden hat. Nichts desto trotz gilt es, weitere Schritte zu setzen, speziell in Sektoren, in denen noch Ausbaupotenzial steckt. Einer dieser Sektoren ist der Lammbereich.
Während wir bei Fleisch insgesamt einen Selbstversorgungsgrad von 109% haben, beträgt dieser bei Lamm- und Ziegenfleisch nur 72%. Hier können wir somit noch einiges erreichen“, betont Berlakovich.
Importe kommen vor allem aus Neuseeland und Australien, die über vergleichsweise riesige Betriebsstrukturen verfügen. So werden in Neuseeland durchschnittlich 1.400 Mutterschafe pro Hof gehalten, in Österreich sind es lediglich 23 Stück. Somit sind die österreichischen Schafbetriebe klein strukturiert und von einer industriellen Produktion weit entfernt. Der heimische Schafbestand umfasst derzeit insgesamt 350.000 Mutterschafe und ist im Steigen begriffen, was jedoch vor allem auf die zunehmende Beliebtheit der Milchprodukte von Schafen und Ziegen zurückzuführen ist.


Aktualisiert am: 11.04.2011 11:15
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