Selber lenken oder lenken lassen?

Weniger als 50 % des installierten Leistungspotentials eines Mähdreschers werden in der Praxis genutzt. Die halbe Leistung wird quasi spazieren gefahren, obwohl man sie teuer eingekauft hat. Lenkhilfen sind wahre Hilfen, mit denen sich die die installierte Mähdrescherleistung besser nutzen lässt.
Die Lenkhilfe lenkt an Stelle des Fahrers. Mit Harvest Smart regelt sich sogar der gesamte Mähdrescher komplett selber.
Die Lenkhilfe lenkt an Stelle des Fahrers. Mit Harvest Smart regelt sich sogar der gesamte Mähdrescher komplett selber.
Ein nachgewiesener „harter Faktor“ ist, dass die Ausnutzung der Schneidwerksbreite um ca. 6 % steigt. Mähdrescherfahrer lassen immer einen Sicherheitsabstand und je schneller sie fahren, desto größer wird er.
Die weichen Faktoren sind zwar schwer zu kalkulieren, aber im Nutzeffekt meist höher. Wir schätzen diese Mehrleistung auf ebenfalls mindestens 6 %. Wenn man statt 5 km/h nun 6 km/h fährt, sind das bereits 20 % mehr Durchsatz!
Für den Lohnunternehmer ergibt sich eine größere bezahlte Hektarfläche, für den Landwirt mehr naturtrockenes Getreide sicher eingebracht.
Der Fahrer hat einen höheren Bedienkomfort, er arbeitet entspannter und mit mehr Motivation – ein Faktor der gern unterschätzt wird, weil er nicht in Euro zu fassen ist.
Rechnen wir für einen Lohnunternehmer einen Hektarumfang des Mähdreschers von 450 ha, so schafft er bei 12 % Leistungssteigerung über die Lenkautomatik etwa 54 ha mehr. Bei 100 €/ha sind das 5.400 € mehr. Das heißt, in 3 Jahren hat sich die Automatik bezahlt gemacht, wenn man nur die „fassbaren“ Vorteile berechnet.J
e größer, leistungsstärker und teurer Mähdrescher werden, je mehr ist man auf alles angewiesen, was dazu beiträgt, die eingekaufte Mähdrescherleistung auch auf das Feld zu bringen. In dem Maße werden sich derartige Hilfsmittel ganz selbstverständlich durchsetzen.

Autor: Andrea FEIFFER, Sondershausen (D)


Aktualisiert am: 23.05.2006 17:03
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