Schwerpunktthema Technik

New Holland die neue Nummer 1
Claas – der Name greift
Kurzschnitt für Bergbauern
New Holland die neue Nummer 1

Insgesamt wurden 2005 in Österreich 5.847 Neutraktoren zugelassen. Mit 1.016 Einheiten konnte New Holland den größten Anteil davon verkaufen und hat somit Steyr vom ersten Platz der Zulassungsstatistik verdrängt.


Trotz zahlenmäßiger Rückgänge ist New Holland die Nummer 1.
Trotz zahlenmäßiger Rückgänge ist New Holland die Nummer 1.
Im abgelaufenen Jahr 2005 wurden in Österreich um 334 Traktoren weniger zugelassen als im Jahr 2004. In Prozenten ausgedrückt ist es ein Minus von 5,4 %. Trotz leichter Verluste (-2,4 %) hat New Holland seine Marktanteile auf 17,38 % ausbauen können und ist somit zur unumstrittene Nummer 1 auf dem Österreichischen Traktorenmarkt aufgestiegen.

Weitere Gewinner unter den Top 10
Valtra, Same und Deutz-Fahr konnten trotz allgemeinen Marktrückganges ihre Stückzahlen sogar ausbauen. Valtra legte 11,85 %, Same 5,24 % und Deutz-Fahr um 4,86 % zu. Fendt konnte das Rekordhoch vom Jahr 2004 im abgelaufenen Jahr halten.

Verlierer unter den Top 10
Massive Verluste im abgelaufenen Jahr mussten John Deere, Case IH und Steyr hinnehmen. John Deere verliert 20,16 %, Case IH verliert 19,28 % und Steyr musste nicht nur den ersten Platz an New Holland abgeben, sondern hat obendrein noch ein Minus von 14,39 % zu verzeichnen.
Mit einem blauen Auge sind MF und Lindner davon gekommen. MF verliert 7,76 % und Lindner verliert 6,36 %.

Claas – der Name greift

Vor ziemlich genau drei Jahren – auf der SIMA 2003 - gab Claas die Übernahme von Renault Agriculture bekannt. Was hat sich seither getan?

Während die Traktoren aus Le Mans ihre starke Marktposition in Frankreich halten konnten, sind die Traktorumsätze in den westeuropäischen Märkten deutlich gestiegen.
Während die Traktoren aus Le Mans ihre starke Marktposition in Frankreich halten konnten, sind die Traktorumsätze in den westeuropäischen Märkten deutlich gestiegen.
Kürzlich hat Claas seine Anteile an Renault Agriculture SAS von 51 % auf 80 % aufgestockt. Bereits kurz nach der Übernahme hat Claas die Renault-Traktoren auf die saatengrüne Farbe umgestellt. Nur in traditionell starken Renault-Märkten wie zB auch im Herstellerland Frankreich wurden vorerst noch die Traktoren in oranger Farbe ausgeliefert. Am 1. Oktober 2004 war es dann so weit. Alle Traktoren wurden weltweit auf die Claas-Farbe umgestellt. Welche Kraft eine starke Marke wie Claas haben kann, belegt auch die aktuelle Traktorenstatistiken der Neuzulassungen. Bei genauerer Betrachtung der einzelnen Monate, fällt auch, dass Claas vor allem im Finish stark zugelegt hat. Nach Auskunft der Geschäftsführung des österreichischen Claas-Importeurs Eibl&Wondrak stehen für die nächsten Monate noch viele bereits verkaufte Claas-Traktore zur Anmeldung bereit. Bei Eibl&Wondrak ist man überzeugt, den Schwung aus dem Vorjahr ins neue Verkaufsjahr mitnehmen zu können und mit neuen Produkten weitere Kunden von der Claas-Qualität zu überzeugen.

In der Claas-Heimat Deutschland konnten seit der Einführung des Claas-Traktors die Marktanteile gegenüber dem Renault-Traktor in dem kurzen Zeitraum von nur drei Jahren sogar verdreifacht werden.

Kurzschnitt für Bergbauern

Not macht erfinderisch. Dieses Sprichwort trifft auch für die Entwicklung eines Kurzschnitt-Rotorladewagens für Transporter zu.

Die an der Rückwand befestigte Pick-up schwenkt beim Öffnen der Rückwand nach oben.
Die an der Rückwand befestigte Pick-up schwenkt beim Öffnen der Rückwand nach oben.
Vor drei Jahren investierte Johann Sitter in einen neuen Transporter AEBI TP 98. Sitter stellt sich die Frage, warum es für Bergbauern – im Gegensatz zu den Flachlandbauern - dazu keinen Kurzschnitt-Ladewagen gibt. Da ihm kein Ladewagenproduzent für Bergmechanisierung eine befriedigende Lösung zur Verfügung stellen konnte, nahm er die Sache selbst in Angriff. Das Ergebnis nach nur 18 Monaten Entwicklungszeit stellt alles, was derzeit auf den Markt angeboten wird, in den Schatten.

Fazit
Johann Sitter testete seinen Kurzschnitt-Ladewagen beim zweiten und dritten Schnitt des Vorjahres. Die Funktionalität war von Anfang an gegeben. Es waren lediglich kleine Änderungen am Rotor notwendig. Der „Sitter-Kurzschnittladewagen“ ist um einige Hundert Kilogramm leichter als die bisher am Markt angebotenen Systeme.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 09.02.2006 10:58
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