Schwerpunkt Technik

Schonender gehts nicht
Stufenlose Power erobert den Berg
Sprühen ohne Pumpen von Hand

Schonender geht’s nicht

Die Futtererntemaschinen von Lely weisen besondere Konstruktionsmerkmale auf. Bei dem von uns getesteten Zettkreisel Lotus Stabilo 770 haben wir viel Gutes festgestellt. Der Zinken bringt´s.

Das Streubild wurde von den Testern sehr gelobt.
Das Streubild wurde von den Testern sehr gelobt.
Vor zwei Jahren hat sich Lely von seinem Bodenbearbeitungsprogramm verabschiedet, um sich voll und ganz auf die Grünlandschiene zu konzentrieren. In diesem Bereich ist Lely mit seinen Futtererntemaschinen und seinem Melkroboter Spezialist. Das zeigt sich auch an den Konstruktionsmerkmalen des von uns getesteten Zettkreisels. Das augenscheinlichste Merkmal ist sicherlich der außergewöhnliche Zinken des Kreislers. Konventionelle Zettkreisel erledigen die Arbeit mit geraden Doppelzinken. Die ungleichlangen Lely-Doppelzinken sind am Ende aufgebogen. Sie nehmen das Futter ziehend auf. Das Erntegut wird ähnlich wie mit einer Heugabel vom Boden aufgehoben. Die geraden Zinken aller Mitbewerber schieben das Futter vor sich her.

Die Technik garantiert beste Futterqualität
Das ist der wichtigste Unterschied zu den Mitbewerbern. Der Lely Lotus Stabilo Kreiselheuer ist eine robuste Maschine mit einigen technischen Raffinessen. Die hakenförmig gebogenen ungleichlangen Zinken sorgen für geringste Bröckelverluste und Futterverschmutzungen. Die Streuqualität ist top. Beim Umstellen auf die Grenzstreueinrichtung muss der Fahrer vom Traktor absteigen. Lely lässt nicht den Zettkreisel schräg hinter dem Traktor herlaufen, sondern ändert durch die Zinkenstellung die Wurfrichtung. Die Zinken müssen von Hand umgestellt werden. Dies ist eine von wenigen Kleinigkeiten, die an dieser Maschine zu kritisieren sind. Die Trapez-Nachlaufeinrichtung „Stabilo“ stabilisiert die Maschine bei hohen Fahrgeschwindigkeiten, unebenem Gelände und großen Futtermengen. Beim Ausheben verriegelt sich die Nachlaufeinrichtung automatisch. Die Verarbeitungsqualität, die Lackierung und die Laufruhe sind hoch.


Stufenlose Power erobert den Berg

Auch im Berggebiet wachsen die Leistungsansprüche an einen Traktor. Dies hat Sepp Knüsel aus der Schweiz veranlasst, selbst einen Traktor mit viel Leistung, aber auch viel Technik zu bauen.

Sepp Knüsel hat den Rigi-Trac als starken Bergtraktor entwickelt. Drehgelenk und Allradlenkung machen ihn sehr geländegängig.
Sepp Knüsel hat den Rigi-Trac als starken Bergtraktor entwickelt. Drehgelenk und Allradlenkung machen ihn sehr geländegängig.
Angetrieben wird der Rigi-Trac von einem Deutz-Motor der neuesten Generation. Konkret ist das ein Vierzylindermotor mit vier Liter Hubraum. Dieser Motor hat je nach Traktortyp eine Leistung von 74 kW/100 PS beziehungsweise 92 kW/125 PS. Leider setzt Deutz nach wie vor nicht auf die Pumpe-Düse-Einspritztechnik (PD), sondern auf eine Pumpe-Leitung-Düse-Einspritzanlage (PLD). Diese Systeme funktionieren zwar im Prinzip gleich, doch können mit dem PLD nicht so große Einspritzdrücke wie beim PD erreicht werden. Für eine gute und saubere Verbrennung sind aber neben der feinen Zerstäubung des Kraftstoffs auch noch andere Faktoren von Bedeutung. Zum Beispiel ist die Kühlung der Ladeluft sehr wichtig. Knüsel hat am Rigi-Trac die Getriebeöl-, Motor- und Ladeluftkühler in einem „U“ mit der Öffnung gegen den Motor angeordnet. Dadurch wird eine effiziente und vor allem für jeden Kühler gleichmäßige Kühlung erreicht. Deshalb kann der Motor auch eine Ladeluft von unter sensationellen 50° Celsius einatmen.
Der Rigi-Trac ist auf einen Rahmen aus Feinkornstahl aufgebaut. Der Konstrukteur Knüsel begründet seine teuere Materialwahl durch eine massive Gewichtseinsparung bei gleicher Stabilität des Rahmens. Durch ein Drehgelenk in der Mitte des Rahmens erfolgt die Bodenanpassung des Fahrzeugs. Mit dieser Konstruktion kann auf eine pendelnde Achse verzichtet werden, denn beide Achsen sind beim Rigi-Trac fest und vor allem wartungsfrei mit dem Rahmen verschraubt. Zudem ist bei dieser Bauart eine achsgeführte Fronthydraulik überflüssig, da die Bodenanpassung bestens über den Rahmen erfolgt.
Ohne Zweifel, die Gene des Rigi-Tracs sind gut. So bleibt nun sein noch nicht bekannter Preis abzuwarten. Dieser wird wohl über seine Marktakzeptanz entscheiden. Denn wie gesagt die Technik stimmt.



Sprühen ohne Pumpen von Hand

Zwei Saisonen lang haben wir den AkkuStar von APV getestet und gemeinsam mit dem Hersteller weiterentwickelt.

Im Vergleich zu Geräten mit einer Handpumpe lässt sich der AkkuStar sehr einfach handhaben.
Im Vergleich zu Geräten mit einer Handpumpe lässt sich der AkkuStar sehr einfach handhaben.
Der AkkuStar lässt sich sehr vielseitig einsetzen. Überall wo im Haus, auf dem Hof, in Parkanlagen, in Gewächshäusern, Forstgärten etc. gespritzt, gesprüht, genebelt, desinfiziert, befeuchtet, bewässert, gedüngt oder vielleicht geölt wird ist der AkkuStar ein wertvoller Helfer. Das Gerät ist einfach in der Handhabung und erleichtert in vielen Anwendungsfällen die tägliche Arbeit auf dem Hof. Ein voll gefülltes Rückengerät kann für zart gebaute Körper zum Problem werden. Anwender mit einem durchschnittlichen oder großen Körperbau haben damit aber keine Schwierigkeiten. Längenverstellbare gepolsterte Trageriemen sorgen für einen hohen Tragekomfort. Auch die Rückseite der Spritze wurde auf unsere Empfehlung hin mit einem durchgehenden Schaumstoff gepolstert. Das hat den Tragekomfort nochmals verbessert.





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Aktualisiert am: 23.02.2004 17:38
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