Schwerpunkt Technik

Der stärkste Vierzylinder

Valtra passt das Design der 4-Zylinder-HighTech-Serie der im Herbst des Vorjahres vorgestellten T-Serie an. Neben dem modernen Design hat die neue M-Serie auch viel Technisches zu bieten.
Neues Design und neue Technik
Neues Design und neue Technik

Vom äußeren Erscheinungsbild ist der „T“-Traktor von der neuen M-Serie kaum zu unterscheiden – abgesehen davon, dass der Sechszylinder einen etwas längeren Radstand hat und die hinteren Radabdeckungen vorne etwas weiter nach unten gezogen wurden. Dadurch werden die Trittstufen besser gegen Verschmutzung geschützt. Wie bei der T-Serie verbirgt Valtra auch bei den Vierzylindern die genaue Typenbezeichnung. Diese findet man erst, nach dem Öffnen der rechten Kabinentür am Kabinenrahmen aufgeklebt. Die Motorhaube wird nur vom „Valtra“-Schriftzug geziert. Die M-Serie besteht aus drei Modellen und deckt den Leistungsbereich von 84,5 kW / 115 PS bis 108 kW / 147 PS ab.


Achterpack im zwei Minuten Takt

„Zeit ist Geld“, diesen Leitsatz hat Mathias Manz als Anstoß genommen und einen Ladewagen für Quaderballen entwickelt und selbst gefertigt. Der fortschrittliche Landwirt war beim Einsatz dieser Wundermaschine dabei.

Die Ballen können links und rechts vom Traktor aufgenommen werden. Zum Straßentransport schwenkt man den Ballenladewagen in die Mitte.
Die Ballen können links und rechts vom Traktor aufgenommen werden. Zum Straßentransport schwenkt man den Ballenladewagen in die Mitte.

Die Maschine ist als Tandemanhänger ausgeführt und lässt sich an jeden gewöhnlichen Traktor mit Unterlenker und Zapfwelle anhängen. Mit einem doppelt wirkenden Steuergerät lässt sich der Anhänger während der Fahrt von der Mitte (Straßenfahrt) nach links oder rechts in Arbeitsstellung schwenken. Die Bedienung ist äußerst simpel: Zapfwelle und Computer einschalten und losfahren. Die Ballen können aus jeder Richtung angefahren werden. Der Ballenausrichter in der Fronthydraulik bringt den Ballen in die richtige Position. Sobald der erste Ballen in die Ballenkammer kommt, stößt er gegen den hinteren Schranken. Zwei Lichtschranken schalten nun den Greifer ein. Dieser hebt den Ballen leicht an. In diesem Moment schließt auch der vordere Schranken und ist für die Aufnahme des nächsten Ballen bereit. Während der zweite Ballen angefahren wird, hebt ein hydraulischer Aufzug den ersten Ballen hoch. Dabei werden die mechanischen Klappen nach außen gedrückt. Sobald der Ballen die Klappen passiert hat, fallen diese automatisch in den Ballenraum zurück. Jetzt öffnet sich der Greifer, legt den Ballen auf den Klappen ab und bewegt sich für die Aufnahme des nächsten Ballens nach unten. Dieses Spiel wiederholt sich solange, bis die Ballenkammer voll ist. Sind acht Ballen in der Kammer, ertönt eine Hupe. Eine rote Entladelampe blinkt. Per Tastendruck wird der Entladevorgang ausgelöst. Die Schranken und Klappen öffnen sich, so dass der Stapel zu Boden fällt. Jetzt wird der Stapel mit einem Hydraulikzylinder nochmals zusammengepresst, bevor sich das Hecktor öffnet und die Ballen den Laderaum verlassen. Sobald die Ballen die Kammer verlassen haben, schließen Klappen und das Hecktor automatisch. Eine grüne Lampe signalisiert dem Fahrer, dass die Arbeit fortgesetzt werden kann.

Erste Kurzvideos der Maschine



Claas gibt Gas
Claas hat die bekannten Mähdrescher-Baureihen Lexion und Mega überarbeitet. Die Quaderballenpresse Quadrant hat eine kleine Schwester bekommen.

Die neue Lexion-Baureihe 500 löst die 400er Baureihe ab. Zahlreiche Neuerungen sollen den Fahrer entlasten.
Die neue Lexion-Baureihe 500 löst die 400er Baureihe ab. Zahlreiche Neuerungen sollen den Fahrer entlasten.

Die beiden MEGA-Modelle erhielten ein neues Design und eine neue Modellbezeichnung. Die Service- und Wartungsarbeiten wurden ebenfalls verbessert. So sind zB die Druschleisten wie beim Lexion-Dreschwerk für einen einfacheren Service nun geschraubt. Das Korntankvolumen wurde bei beiden Modellen vergrößert. Für größere Arbeitsbreiten bis 9 m steht ein langes Abtankrohr zur Verfügung.
Hohe Durchsatzleistung, trotzdem sehr hohe Pressdichte bei 80 x 70 cm Ballengröße, sozusagen die kleine Schwester der Quadrant 2200, so wurde die Claas Quadrant 2100 Quaderballenpresse in Budapest vorgestellt. Viele Teile sind mit der großen Quadrant baugleich. Damit soll die Servicesicherheit gewährleitstet werden. Vier Hochleistungsknoter werden vom Hauptgetriebe angetrieben. Mit dem interaktiven Überlast-Sicherungssystem lassen sich Verstopfungen vom Traktorsitz aus beseitigen. Ist der Raffer überlastet, wird eine automatische Überlastkupplung angesteuert, die auch den gesamten Einzug abschaltet.


Weiter Sprung vom Hirsch
Irgendwie passte die kantige Serie 7010 nicht mehr in die neuen harmonischen Rundungen von John Deere. Mit der Präsentation der zukünftigen Baureihe 7020 wurde das jedoch maßgebend verändert.

Die zukünftige Baureihe 7020, hier mit neuem John Deere-Frontlader, wurde dem modernen John Deere-Design angepasst und hat im Gegensatz zur Serie 8020 einen Rahmen. Dieser ist jedoch nicht mehr geschmiedet, sondern ein Gussstück.
Die zukünftige Baureihe 7020, hier mit neuem John Deere-Frontlader, wurde dem modernen John Deere-Design angepasst und hat im Gegensatz zur Serie 8020 einen Rahmen. Dieser ist jedoch nicht mehr geschmiedet, sondern ein Gussstück.

Im Jahr der Agritechnica möchte sich jeder Hersteller im bestmöglichen Licht präsentieren. So zeigen die einen viel neue Technik und die andern mit weniger Technik einfach viel neues Blech. Da will auch John Deere nicht abseits stehen und offenbarte bereits anfangs August seinen Händlern in Amerika neben neuem Blech auch sehr viel neue Technik. Dazu gehörte auch der schon längst erwartete John Deere der Serie 7020. Er besticht durch ein freches Design und ein neues Konzept gegenüber der Vorgängerserie.
Die neue Serie 7020 hat John Deere um einen weiteren Typen ergänzt. Somit finden sich nun drei Traktoren in dieser Baureihe, nämlich der 7720, der 7820 und neu auch noch der 7920. Angetrieben wird der neue 7920 vom bekannten 8,1 Liter Motor mit Common Rail Einspritzung. Dort muss er eine Leistung von bis zu 236 PS bringen. Die beiden kleineren Typen müssen sich wohl aus abgastechnischer Überlegung zukünftig mit dem 6,8 Liter Motor begnügen.
Wenig verändert hat sich scheinbar beim Getriebe. So sind neben dem vor zwei Jahren vorgestellten stufenlosen Getriebe auch die bekannten Lastschalt- und Schaltgetriebe weiterhin erhältlich.

Aktualisiert am: 30.08.2003 10:06
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