Schwerpunkt Technik



Luftdicht verschweißte Ballen
Seilwinden im „Landwirt“-Härtetest
Neuer TT 180 von AEBI
Luftdicht verschweißte Ballen

Seit zwei Jahren bietet Deutz-Fahr einen so genannten 3D-Wickler an. Mit dieser Technik lässt sich trotz Folieneinsparung die ohnehin hervorragende Qualität der Rundballensilage weiter erhöhen.

Das ermöglicht mit weniger Folie, besser gewickelte Ballen als mit dem Standard-Wickelverfahren. Die Qualitätsansprüche an die Folie sind höher.
Das ermöglicht mit weniger Folie, besser gewickelte Ballen als mit dem Standard-Wickelverfahren. Die Qualitätsansprüche an die Folie sind höher.
Zur letzten Grünfutterernte testeten wir die Press-Wickelkombination mit fester Presskammer, die MP 135 BalePack, von Deutz-Fahr. Wir pressten zum ersten und zweiten Schnitt mit unserem Testkandidaten etwa 1500 Ballen. Größtenteils wickelten wir sie mit dem neuen 3D-Verfahren, aber um einen Vergleich zu haben, stellten wir die Wicklereinheit zwischendurch auch wieder auf konventionelles Wickeln um. Da wir beim 3D-Wickeln feststellen mussten, dass die Ansprüche an die Folienqualität höher sind als beim konventionellen Wickeln haben wir ferner Folien von sieben verschiedenen Lieferanten unter die Lupe genommen.

Ein Klassiker in der SilagegewinnungDie BalePack mit fester Presskammer eignet sich hervorragend für die Gewinnung einer erstklassigen Silage. Die kompakte Bauform und sichere Ballenübergabe ermöglichen es, auch Steilhänge zu befahren. Der Integral-Rotor mit dem 23-Messer-Schneidwerk schlingt große Futtermengen und schneidet diese zuverlässig. Kritik gab es für die Standzeit der Messer. Das neue 3D-Wickelsystem spart bei gleicher Lagenanzahl etwa 7 % Folie auf Grund der besseren Verteilung. Die Ballen sind straffer gewickelt und weniger anfällig für Verletzungen.

Autoren: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau; Heinz BÄCK und Andreas SEITINGER, HBLFA Raumberg-Gumpenstein





Seilwinden im „Landwirt“-Härtetest

Im Teil II unseres umfangreichen Seilwinden-Vergleichstests der 6 Tonnen-Klasse, den wir gemeinsam mit der forstlichen Ausbildungsstätte Ort/Gmunden, der FJ-BLT Wieselburg, der SVB und der AUVA im abgelaufenen Jahr durchgeführt haben, stellen wir Ihnen alle Winden, die auch den Dauerbelastungstest mit Erfolg abgeschlossen haben, im Einzelnen sowie die Mess- und Bewertungsergebnisse der Jury vor.

Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, waren die Aufgabenstellungen exakt definiert und mussten von jedem Testkandidat in fünf Durchgängen absolviert werden.
Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, waren die Aufgabenstellungen exakt definiert und mussten von jedem Testkandidat in fünf Durchgängen absolviert werden.
Für die Beurteilung der Praxistauglichkeit wurde im Lehrforst der FAST Ort/Gmunden ein Testparcours für Forstseilwinden mit allen bei der Holzrückung im Wald vorkommenden Arbeitsabläufen eingerichtet. An der FJ-BLT Wieselburg wurden der Dauerbelastungstest und ein Bremstest an den Winden durchgeführt. Zu guter Letzt wurde an den Testmaschinen auch noch ein Sicherheitscheck durch die SVB und die AUVA durchgeführt.

Sicherheitstechnische Einrichtungen

Der Zapfwellenschutztopf an der Seilwinde war überwiegend vorhanden. Bei den Typen Fransgard, Holzknecht, Maxwald und Mürztaler entspricht der Zapfwellenschutztopf nicht den gesetzlichen Vorgaben. Eine geeignete Ablage für die abgekuppelte Gelenkwelle war nur bei den Fabrikaten Interforst und Taifun vorhanden. Die Abdeckung der Umlenkrolle (Auflaufstelle des Seiles) ist bei allen Fabrikaten verbesserungswürdig.

Die Abmessungen der Schutzgitter entsprachen lediglich bei den Seilwinden Farmi Forest, Interforst und Taifun den normativen Anforderungen.

Seilwindentest hier downloaden

Autoren: Ing. Siegfried SPERRER und DI Herbert SPICAR, FAST Ort; DI Herbert LAMPEL FJ-BLT Wieselburg; Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau



Neuer TT 180 von AEBI

AEBI hat seine Terratrac-Baureihe mit dem TT180 erweitert. Dieser wartet mit einem 83-PS-Turbo-Motor von Detroit Diesel auf.

Der TT180 ist in der TT-Baureihe von AEBI jetzt der stärkste Terratrac mit mechanischem Schaltgetriebe.
Der TT180 ist in der TT-Baureihe von AEBI jetzt der stärkste Terratrac mit mechanischem Schaltgetriebe.
Nur ein Jahr nachdem AEBI den Terratrac TT170 lanciert hat, wird der Schweizer Spezialist für Bergmechanisierung aus Burgdorf im Frühling 2006 den TT180 auf den Markt bringen. Ein erstes Modell des neuen Hang-Geräteträgers hat AEBI bei ihrer Hausmesse Ende November präsentiert. Einziger, aber gewichtiger Unterschied zwischen diesen beiden TT-Modellen ist die Motorisierung. Dem neuen TT180 verhilft ein 4-Zylinder-Motor mit Turbolader zu 83 PS Leistung bei 2600 U/min (nach ECE R24). Das sind ganze 15 PS mehr als der TT170 (68 PS) auf den Boden bringt.

Mit seinem Direkteinspritzer von Detroid Diesel ist der TT180 damit der stärkste Terratrac mit mechanischem Schaltgetriebe. Das Top-Modell, der im Herbst 2002 erstmals vorgestellte TT270 mit hydrostatischem Fahrantrieb, hat eine Leistung von 95 PS.

Autor: Heinz RÖTHLISBERGER, Bern (CH)


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Aktualisiert am: 17.01.2006 11:02
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