Schwerpunkt Technik

Gefedertes Kraftbündel
12 Seilwinden im „Landwirt“-Härtetest
Gefedertes Kraftbündel

Die 200er Baureihe von Fendt ist die erste Traktorserie mit einer gefederten Vorderachse unter 100 PS. Neben unseren üblichen Bewertungen im praktischen Einsatz und auf dem Prüfstand der agroscope FAT Tänikon haben wir der Vorderachsfederung bei diesem Test besonderes Augenmerk geschenkt.

Die Vorderachsfederung reduziert die Schwingungen am Fahrersitz erheblich. Bei hohen Fahrgeschwindigkeiten bleiben die Räder länger am Boden und erhöhen dadurch die Fahrsicherheit.
Die Vorderachsfederung reduziert die Schwingungen am Fahrersitz erheblich. Bei hohen Fahrgeschwindigkeiten bleiben die Räder länger am Boden und erhöhen dadurch die Fahrsicherheit.
Fendt hat mit den letzten Innovationen bewiesen, dass sie auch das unterste Leistungssegment in der Entwicklung nicht vernachlässigt. Der 209er Fendt mit seinen kompakten Abmessungen und seinen technischen Raffinessen erfüllt die Anforderungen der Bergbetriebe ideal. Die gefederte Vorderachse verbessert den Fahrkomfort und erhöht die Sicherheit auf der Straße. Die Hydraulik ist mit Ausnahme der Hubkraft top. Der leistungsstarke Deutz-Motor begnügt sich mit wenig Sprit und ist auf das Getriebe optimal abgestimmt. Das Getriebe ist gut abgestuft und zeichnet sich durch eine hohe Schaltlogik aus. Trotzdem ist es kein Geheimnis, dass dieses Getriebe in die Jahre gekommen ist – viele Schalthebel, keine Lastschaltung - und wir bei der nächsten Generation dieser Traktorserie Verbesserungen in diesem Bereich erwarten.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau








12 Seilwinden im „Landwirt“-Härtetest

"Der fortschrittliche Landwirt", die BLT Wieselburg und die forstliche Ausbildungsstätte Ort/Gmunden führten einen umfangreichen Vergleichstest von 12 Seilwinden der 6 Tonnen-Klasse durch. Dabei wurden vom Testteam viele kleine und auch größere Schwächen aufgedeckt.

Diese Fabrikate stellten sich dem Test.
Diese Fabrikate stellten sich dem Test.
In Österreich werden pro Jahr etwa 9 Mio. Festmeter – das sind mehr als die Hälfte des erzeugten Holzes - mit Traktorseilwinden gerückt. Im Bauernwald kommen meist Dreipunkt-Anbauseilwinden zum Einsatz. Mit der Anschaffung einer Seilwinde und einigen Adaptierungen am Traktor lässt sich relativ rasch und kostengünstig eine gute Maschinenkombination für die Holzrückung bereitstellen. Worauf Sie beim Ankauf achten sollten, und wo die Unterschiede bei den einzelnen Fabrikaten liegen, zeigt Ihnen unser Vergleichstest.

Leider mussten wir bei einigen Seilwinden feststellen, dass nicht das drinnen ist, was draufsteht. Vor allem der Dauerbelastungstest an der BLT-Wieselburg zeigte viele konstruktive Schwachstellen auf. Entgegen den üblichen Gepflogenheiten bei unseren Vergleichstests boten wir den Herstellern an, ihre Schwachstellen zu überdenken bzw. auszubessern. Einige Hersteller nutzten diese Gelegenheit und merzten ihre Schwachstellen während dieses Tests aus, so dass sie auch den Dauerbelastungstest positiv abschließen konnten. Im Einzelfall führte dies sogar zu neuen Konstruktionen. Das heißt aber auch, dass einige Seilwinden unseres Vergleichstest nicht mehr dem derzeitigen Serienstand entsprechen. Damit Sie, liebe Leser, in Zukunft Seilwinden zum Kauf angeboten bekommen, die die angegebenen Zugleistungen auch erfüllen, werden wir bei den nächsten Ausstellungen und Messen kontrollieren, ob die betroffenen Hersteller die vorgenommenen Änderungen auch in die Serienfertigung einfließen habe lassen. Wenn nicht, werden wir Sie darüber informieren.

Bevor wir Ihnen die Testergebnisse der einzelnen Seilwinden präsentieren, haben wir Ihnen in dieser Ausgabe Tipps und Hinweise zum Kauf einer Seilwinde zusammengestellt, die Sie vor der Anschaffung einer solchen Arbeitsmaschine bedenken sollten.

Seilwindentest hier download

Autoren: Ing. Siegfried SPERRER und DI Herbert SPICAR, FAST Ort; DI Herbert LAMPEL BLT Wieselburg; Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Autor:
Aktualisiert am: 17.01.2006 11:01
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