Schwerpunkt Technik

Praxistest: Kerner Multi-Cracker - Saatbett vom Feinsten
JCB: Stufenloser Fastrac 8250 - Stufenlos bis 65 km/h
Fachrbericht: Fendt 300 Vario - Der Alpen-Vario
Fendt 936 Vario - Die schwarze Diva
Agritechnica: 3 x Gold, 25 x Silber
Spendenaktion - LiSa schützt Kinder vor dem Überrollen



Kerner Multi-Cracker 400: Saatbett vom Feinsten

Der Multi-Cracker von Kerner ist keine Kreiselegge, leistet aber mehr als konventionelle Saatbettkombinationen. Kleine Konstruktionsunterschiede erhöhen die Qualität der Arbeitserledigung und senken deren Kosten.

Die intensive Bearbeitung des Bodens reduziert neben der guten Krümelung auch den Unkrautdruck und spart durch weniger Überfahrten Kosten.
Die intensive Bearbeitung des Bodens reduziert neben der guten Krümelung auch den Unkrautdruck und spart durch weniger Überfahrten Kosten.
Der von uns getestete Kerner Multi-Cracker arbeitete auf verschiedensten Bodenverhältnissen zur vollsten Zufriedenheit. Die intensive Bearbeitung des Bodens in vier Arbeitsschritten stellt ein hervorragendes feinkrümeliges Saatbett mit ausreichend grober Struktur an der Oberfläche her. Da die Nachlaufwalze neben der rückverfestigenden Wirkung auch eine hervorragende Zerkleinerungsarbeit leistet, sind weniger Überfahrten notwendig. Unter diesem Gesichtspunkt relativieren sich die hohen Anschaffungskosten stark.







JCB Fastrac 8250: Stufenlos bis 65 km/h

Mit 65 km/h Endgeschwindigkeit, größerer Bereifung, und mit einer Motorleistung von 248 PS mischt JCB mit dem neuen Fastrac 8250 nun auch in der Stufenlos-Liga mit.

Zwischen dem Motor und den Rädern unterscheidet sich der neue 8250er von seinen Vorgängern vollkommen.
Zwischen dem Motor und den Rädern unterscheidet sich der neue 8250er von seinen Vorgängern vollkommen.
1991 hat der englische Baumaschinenhersteller JCB erstmals den Fastrac vorgestellt: Ein Traktor mit vollgefedertem Chassis, vier gleich großen Rädern (Trac) und bis zu 80 km/h schnell. Der vor zwei Jahren vorgestellte Fastrac 3220 hat eine maximale Motorleistung von 220 PS. Dem Ruf nach mehr Motorleistung, stufenlosem Getriebetechnologie und somit höherer Produktivität kommt JCB mit dem neuen Topmodell 8250 nach.

Alle anderen Antriebsteile sind Fastrac-typisch: Spiralfedern vorne und hydropneumatische Federung hinten, Scheibenbremsen auf allen vier Rädern sowie ABS serienmäßig. Die Achsen wurden neu entwickelt und für große Traktionskräfte vorbereitet. Der 8250er hat viel größere Reifen als seine Vorgänger. Erstmals sind beim Fastrac die Vorderräder etwas kleiner als die Hinterräder.

Autor: Mag. Marjan DOLENSEK, Novo mesto (SI)



Fahrbericht: Fendt Vario 300 - Der Alpen-Vario

Fendt läutet eine neue Vario-Ära ein. In einigen Monaten werden sich die ersten 300er Vario-Traktoren aus dem Allgäu stufenlos in die Alpen bewegen.



Die 300er Baureihe ist für Fendt in Österreich nach wie vor das am stärksten wachsende PS-Segment.
Die 300er Baureihe ist für Fendt in Österreich nach wie vor das am stärksten wachsende PS-Segment.
Der Vario für Österreichs Grünlandwirte. Er ist leichter, kompakter, und durch ein neues Design auch moderner als der 400er Vario. Im Vergleich zum 300er Ci brilliert er vor allem mit seinen High-Tech-Komponenten, allen voran dem Vario-Getriebe. Preislich wird er sich ebenfalls zwischen diesen beiden Baureihen bewegen. Vorerst kommt er nur als Flaggschiff der 300er-Baureihe auf den Markt. Dass Fendt diese neue 300er-Baureihe weiter „alpinisieren“ und die Vario-Technologie auch unter 100 PS auf den Markt bringen wird, ist derzeit zwar noch Spekulation, aber wahrscheinlich auch kein großes Geheimnis mehr.





Die schwarze Diva

Als schwarze „Göttin“ präsentierte uns Fendt sein neues Flaggschiff, den Fendt 936 Vario. 360 PS stark, 60 km/h schnell, 215 cm Reifendurchmesser und ein aktiver Sitz in der neuen x5-Kabine, dass sind die Eckpfeiler des neuen Traktorstars.

Um auf dem Feld die hohen Zugkräfte übertragen zu können und für den Straßentransport möglichst leicht zu sein, hat Fendt ein neues Bereifungs- und Ballastierungskonzept umgesetzt.
Um auf dem Feld die hohen Zugkräfte übertragen zu können und für den Straßentransport möglichst leicht zu sein, hat Fendt ein neues Bereifungs- und Ballastierungskonzept umgesetzt.
Bis zur Agritechnikasoll auch der letzte Feinschliff des stärksten Standardtraktors der Welt abgeschlossen sein. Dann wird Fendt die Pforte in den Himmel öffnen. Derzeit hat Fendt die Fenster noch abgedunkelt. In einem ähnlichen Kleid soll das neue Flaggschiff auch auf der Agritechnica die Besucher in Faszination versetzen.

Neben der Technik hat Fendt auch am Design gearbeitet. In Zusammenarbeit mit Porsche ist ihnen auch in diesem Punkt ein Modernisierungschub gelungen. Charakteristische Merkmale sind die taillierte Motorhaube, die Beleuchtungselemente und die neue x5-Kabine.

Der 936 zeichnet sich auch durch ein neues Fahrwerk- und Federungskonzept aus. Die neue hydropneumatische Einzelradfederung ist eine Eigenentwicklung von Fendt. Eine völlige Neuentwicklung ist die FSC (Fendt Stability Control). Dabei handelt es sich um ein geschwindigkeitsabhängiges, selbstaktivierendes System zur Seitenstabilisierung des Gesamtfahrzeuges. Das integrierte FSC stabilisiert den Traktorrumpf, indem es die Querpendelung der Vorderachse abdämpft.

Der neue Fendt 936 Vario mit seinen zahlreichen Innovationen stellt bei den Standardtraktoren ohne Zweifel einen neuen Maßstab dar. Man darf also gespannt sein auf den Augenblick, wenn der „Star“ in geziemender schwarzer Verhüllung auf der Agritechnica als „schwarze Diva“ die Bühne betritt.

3 x Gold, 25 x Silber

Zahlreiche Firmen mit insgesamt 332 Neuheiten bewarben sich dieses Jahr um die Agritechnica-Neuheitenmedaillen – die höchste Anmeldezahl seit zehn Jahren. Doch die von der DLG eingesetzte Expertenkommission stellte hohe Anforderungen und vergab nur dreimal Gold und 25 mal Silber.

Viele dieser prämierten Neuheiten haben wir ihnen bereits in den vorangegangenen Ausgaben in unserer Fachzeitschrift bzw. auf www.landwirt.com vorgestellt. Auf den folgenden Seiten haben wir Ihnen neben allen Goldmedaillen – und einer Auswahl der Silbermedaillen-Gewinner weitere bemerkenswerte Agritechnica Neuheiten zusammengestellt. Detaillierte Infos zu den mit Medaillen ausgezeichneten Neuheiten finden Sie im Internet unter www.landwirt.com oder www.agritechnica.de



LiSa schützt Kinder vor dem Überrollen

Kinder am Bauernhof sind durch Landmaschinen extrem gefährdet. Nun soll ein preiswertes Fahrerassistenzsystem firmenneutral entwickelt werden, das Fahrzeuglenker vor Kindern im Gefahrenbereich warnt.

Mit einer kleinen Spende helfen auch Sie mit, den „Spielplatz Bauernhof“ für die Kinder sicherer zu machen.
Mit einer kleinen Spende helfen auch Sie mit, den „Spielplatz Bauernhof“ für die Kinder sicherer zu machen.
Der fortschrittliche Landwirt“ möchte mithelfen, das für die Weiterentwicklung notwendige Kapital, rund € 200.000,-, zu beschaffen. Wir haben dazu eigens ein Spendenkonto eingerichtet. Es geht um den Schutz unserer Kinder auf unseren Höfen. Je schneller die notwendigen Gelder aufgebracht werden, desto schneller kann bei diesem, derzeit wegen Geldmangels gestoppten Projekt, weiter gearbeitet werden.

Natürlich richten wir unsere Bitte auch an die Hersteller und den Handel von Landmaschinen. Wir haben auch schon Zusagen aus dieser Klientel erhalten, dieses Projekt zu unterstützen.

Für jeden leistbar
Der ARGE Zeno (Zeno - Schutzheiliger, der Kinder beim Lesen und Gehen unterstützt) ist es wichtig, dass dieses System firmenneutral entwickelt wird, damit jeder Traktorenhersteller und auch Nachrüster die Möglichkeit haben, ohne Lizenzgebühr etc. dieses Kinderschutzsystem ( Li Sa – Life Saver for Children) kostengünstig jedem Landwirt anzubieten. Derzeit liegen die Kostenschätzungen bei € 100,- pro Traktor.

Bankverbindung für Ihre Spende:
Raiba Graz Tummelplatz, BLZ: 38 000
Kontonr.: 72330
Empfänger: Landwirt Agrarmedien GmbH, Hofgasse 5, 8010 Graz
Verwendungszweck: Spendenkonto LiSa

Weitere Informationen: Ing. Wilhelm Tritscher (0664 23 18 107)


Autor:
Aktualisiert am: 10.10.2005 17:16
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