Schwerpunkt Technik

Intelligente Bodenschonung
Neuer Gradmesser beim Drusch
Agritechnica-Neuheiten
Intelligente Bodenschonung

Dass Pöttinger es mit der Bodenschonung ernst meint, beweist das österreichische Aushängeschild der Landtechnik einmal mehr mit seiner neuesten Entwicklung bei den Frontmähern. Der neue Anbaubock meistert Bodenunebenheiten mit einer noch nie da gewesenen Bravour.

Bei diesem Zugbock-System reagieren nicht nur die Zuglenker, sondern auch der Tragnahmen des Mähbalkens auf Bodenunebenheiten.
Bei diesem Zugbock-System reagieren nicht nur die Zuglenker, sondern auch der Tragnahmen des Mähbalkens auf Bodenunebenheiten.
Für unseren Fahrbericht hat uns Pöttinger das NovaCat 306 ED α-motion zur Verfügung gestellt. Am Mähbalken selbst hat sich nichts geändert. Dieser wurde ja ohnehin in den letzten Jahren – zB die Optimierung des Gegenschneidbereichs - stetig weiterentwickelt und ist für ein sauberes Schnittbild bekannt. Die sieben Mähscheiben sind in Modulbauweise auf einem flachen glatten Mähbalken aufgeschraubt. Der serienmäßige Klingenschnellwechsel ist ebenso schon seit einigen Jahren bekannt. Unsere Versuchsmaschine war mit einem Zinkenaufbereiter (extra dry) ausgestattet, der sich mit Schnellverschlüssen leicht von einer Person demontieren lässt.

Denselben Anbaubock gibt es auch für den Trommelmäher EuroCat 316. Beide Mähwerkstypen werden auch weiterhin mit dem konventionellen Anbaubock angeboten. Für die aktive Mähbalkenführung „α-motion“ muss der Kunde brutto um etwa 1200,- Euro mehr auf den Tisch legen.

Der kurze Anbaubock, die nahe Führung des Mähbalkens am Traktor mit einer einstellbaren Entlastung sorgten für einen sauberen Schnitt. Von einem sind wir aber nach unseren ersten Fahreindrücken überzeugt: α-motion setzt in der Bodenanpassung neue Maßstäbe. Neben einem großen Schwenkbereich und einem großen seitlichen Pendelbereich steuert eine zusätzliche Strebe den Winkel des Mähbalkens. Dazu ist der Tragrahmen des Balkens drehbar am Anbaudreieck gelagert. Diese neue Mähwerksgeneration lässt sich an jedem Traktor von 70 bis 300 PS anbauen. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Fronthydrauliken haben keinen Einfluss auf die Führung des Mähbalkens.

Neuer Gradmesser beim Drusch

Claas schickt den stärksten Mähdrescher der Welt aufs Feld. Lexion 600 heißt das neue Flaggschiff, leistet 556 PS, schneidet 9 m im Getreide oder pflückt die Kolben von 12 Maisreihen.



Der Claas Lexion 600 setzt neue Maßstäbe beim Mähdrusch.
Der Claas Lexion 600 setzt neue Maßstäbe beim Mähdrusch.
Beim 600er kommt das bewährte 1,70 m breite tangentiale APS-Dreschwerk bestehend aus einer Vorbeschleunigertrommel und einer 600 mm-Dreschtrommel zum Einsatz. Die Restkornabscheidung erfolgt wie beim 580er und 570er Lexion mit dem RotoPlus-System. Die Kornabscheidung lässt sich durch eine stufenlose Drehzahlverstellung der Abscheiderotoren und mit elektrisch verstellbaren Lamellen den jeweiligen Erntebedingungen anpassen. Um den Gutfluss zu optimieren, hat Claas einige kleine Änderungen am Dreschkorb und auch am Eingang zu den Rotoren durchgeführt.

Agritechnica-Neuheiten



Amazone, Krone und John Deere stellen ihre Neunetwicklungen vor.



Amazone: Die neu vorgestellten Produktinnovationen in der Pflanzenschutztechnik bestätigen unter anderem unsere kleinen Kritikpunkte des in der letzten Ausgabe vorgestellten Praxistests der Spritze UF 1501. Amazone erweitert sein Pflanzenschutzprogramm in Größe und Komfort. Bis zur Agritechnica wird auch der neue Selbstfahrer SF 4000 fertig sein. Auf das bewährte Trägerfahrzeug hat Amazone die Komponenten der erfolgreichen gezogenen UX-Baureihe aufgebaut.



Krone: Zum 100-jährigen Jubiläum – Gründungsjahr 1906 – baut der Grünlandspezialist von seinen Grünlandmaschinen eine Sonder-Edition von jeweils 100 Maschinen. Diese so genannten Century Edition-Typen werden zu Sonder-Konditionen erhältlich sein.

Weniger Verschleiß – höherer Durchsatz
Weniger Verschleiß – höherer Durchsatz
Wirtschaftlich gesehen steht das Familienunternehmen heute besser da denn je. In den ersten sieben Monaten 2005 konnte in der Sparte Landtechnik fast der Jahresumsatz von 2004 erzielt werden. Das bedeutet eine Steigerung von über 37 % bezogen auf denselben Vergleichszeitraum des Jahres 2004.

Ab sofort rüstet Krone seine Erntemaschinen mit der neuen EasyFlow-Pick up an. Der Wegfall der verschleißintensiven Kurvenbahnsteuerung lässt erwarten, dass sich die Verschleißkosten erheblich reduzieren. Der Hersteller gibt über 60 % geringere Verschleißkosten an.

John Deere – Landmaschinen werden zunehmend intelligenter. Von der Mähdrescherserie 9000i sind bereits über 200 Systeme mit dem intelligenten Druschsystem HarvestSmart verkauft. Diese Intelligenz lässt John Deere zunehmend in alle seine Produkte einfließen. Mit AMS (Agrar-Management-Systeme) bietet John Deere heute ein Komplettprogramm für den modernen, fortschrittlichen Landwirt an. Im Mittelpunkt des AMS-Programms stehen unter anderem die Systeme AutoTrac und die neuen ISOBUS-Monitore 2100 und 2600 mit integrierter Dokumentation.

Wie die Mähdrescher erhalten auch die 7000er Feldhäcksler mit einem neuen Kabinendach ein Facelifting. Mit einem neuen Antriebskonzept will John Deere die Produktivität der Feldhäcksler weiter steigern. Das neue ProDrive-Getriebe besteht aus einem hydrostatischen Antrieb und einem zweistufigen automatisch schaltenden Powershift-Getriebe. In den neuen 7000er Feldhäckslern findet man somit keinen Schalthebel mehr. Der Gangwechsel erfolgt last- und geschwindigkeitsabhängig automatisch.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


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Aktualisiert am: 12.09.2005 16:34

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