Schwerpunkt Technik

Accord Optima: Auf allen Böden zu Hause
Hardi trotzt dem ElchMcCormick: Newcomer für Obst- und Weinbau
Auf allen Böden zu Hause



Bei der Maisbestellung im Frühjahr des Vorjahres hat das Landwirt-Testteam die Accord Optima NT auf 265 ha getestet. Wo unser kritisches Testteam auch beim Säspezialisten Accord noch Entwicklungspotential sieht, erfahren Sie in diesem Testbericht.

Das sagt Testfahrer Klaus Erkinger, Deutschkaltenbrunn:

Da das Säherz in das Säschar integriert ist, ergibt sich eine niedrige Bauhöhe des gesamten Säelementes.
Da das Säherz in das Säschar integriert ist, ergibt sich eine niedrige Bauhöhe des gesamten Säelementes.
Die Optima NT macht einen sehr kompakten Gesamteindruck. Die Saatmenge und die Düngermenge lassen sich über ein Wechselradgetriebe einfach einstellen. Besonders gut gelöst ist die Entleerung der Säelemente und des Düngertanks. Beim Düngertank lässt sich jede Reihe einzeln absperren. Daher könnte man auch bei Kürbissaat gleichzeitig Dünger ausbringen. Die eingestellte Düngermenge wird exakt eingehalten. Probleme bereiteten fallweise die Querstreben im Säschar. Bei kleinen Unachtsamkeiten beim Einsetzen der Maschine verstopfen die Schare. Wenn die Schare auf leichteren Böden tiefer einsinken, kann es auch während der Fahrt vorkommen, dass sich die Schare auf Grund dieser Querstrebe von unten zusetzen.

JP

Hardi trotzt dem Elch

Der weltweit agierende Spritzenspezialist Hardi stellte kürzlich auf der AGROMEK in Dänemark eine völlig neue Anhängerspritzen-Generation vor. Der Hersteller spricht von der größten Investition, die Hardi in seiner Produktionsentwicklung jemals gemacht hat.

Alle Bedienelemente sind vom Boden aus zu erreichen.
Alle Bedienelemente sind vom Boden aus zu erreichen.
Wir waren als einzige österreichische Fachzeitschrift bei der Prämiere in Dänemark vor Ort und haben uns von der Leistungsfähigkeit dieser neuen Spritzen-Baureihe Commander überzeugt. Anhängespritzen haben weltweit in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Vor allem in Nordamerika ist eine starke Tendenz vom Selbstfahrer zur Anhängespritze gegeben. Auch in Österreich gewinnt dieses Segment an Bedeutung. Seit Herbst 2003 steht auch das Vertriebs- und Servicenetz von Hardi in Österreich auf neuen Fundamenten.

Was Hardi in Dänemark präsentiert hat, ist eine neue Dimension. Hardi hat für diese Entwicklung sein weltweites Netz und das Know-How seiner Produktionsstandorte in Dänemark, Frankreich und Spanien genützt, um die Werte Leistung, Bedienung, Präzision und Funktionalität neu zu definieren. Hardi hat bei dieser Neuentwicklung sechs Patente angemeldet.

Vorerst zwei Typen

Im ersten Schritt präsentierte Hardi ein Modell mit 3200 und ein weiteres mit 4400 Liter Behälterinhalt. Zur Agritechnica 2005 soll sogar eine 6600 Liter Ausführung folgen. Der Vorder- und Hinterteil des Rahmens sind bei allen Typen identisch. Variiert werden der Mittelrahmen und der Behälter, worauf natürlich auch die Achsen, die Bremsen und die Bereifung abgestimmt werden. Das futuristische Design zieht nicht nur die Blicke auf sich, sondern verbirgt auch ein hohes Maß an Funktionalität in sich. Der schräge Behälter mit dem tiefen Ansaugsumpf lässt sich auch am Hang restlos entleeren und hat beim Entleeren der Spritze bis zum Schluss genügend Gewicht vorne auf der Deichsel. Außerdem fängt die schräge Bauform Flüssigkeitsbewegungen leichter ab und erhöht dadurch den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit auf dem Acker und auf der Straße auch bei höheren Geschwindigkeiten. Der 500 Liter fassende Reinwassertank befindet sich genau über der Achse. Das ist eine zusätzliche halbe Tonne an Gewicht, die vor allem in Hanglagen für höhere Stabilität sorgt.

Alle Bedienelemente sind vom Boden aus zu erreichen. Auf der linken Seite befindet sich die Saugseite, rechts die Druckseite. Die logische Positionierung der Bedienhebel, die farbliche Kennzeichnung und klare verständliche Symbole sorgen für eine einfache uns sichere Bedienung.

JP

Newcomer für Obst- und Weinbau

Mit der Auflage der neuen Spezialtraktoren-Serie „F“ startet McCormick nun auch in Österreich in diesem Segment durch. Wir konnten bereits die erste Serienmaschine Probe fahren.

Mit der neu erschienen F-Serie von McCormick werden die Karten neu gemischt.
Mit der neu erschienen F-Serie von McCormick werden die Karten neu gemischt.
Wie bei den kleineren Standardtraktor-Baureihen CX-L, CX und MC setzt McCormick auch bei der neuen F-Serie Perkins-Motore ein. Die sieben Modelle decken einen Leistungsbereich von 58,5 PS bis 98,5 PS ab. Die drei schmäleren F-Typen werden von 3-Zylinder-Motoren, die vier F XL-Typen von 4-Zylinder-Motoren angetrieben. Diese 1100-er Motor-Baureihe von Perkins erfüllt natürlich die Emissionsvorschriften der Stufe 2 und begnügt sich alle 500 Stunden mit einem neuen Motoröl. Das Motoröl wird von einem auf der linken Seite des Motorblocks integrierter Ölkühler gekühlt. Der Querstromzylinderkopf und die 5-Loch-Einspritzdüsen sorgen für eine effiziente Verbrennung und gute Leistungswerte. Der Auspuff ist bei der F-Serie nach unten gerichtet.

Integrierte Klimaanlage

An der Außenhaut gibt es keine Kanten. Auch die Klimaanlage ist in das Kabinendach voll integriert ohne die Bauhöhe zu beeinträchtigen. Die Kabine ist übersichtlich und hat weit öffnende Türen – keine B-Säule. Die Zugänglichkeit zum Motor für Wartungs- und Reinigungsarbeiten hat McCormick im Vergleich zur CX-L Baureihe verbessert. Die F-Modelle haben eine Mindestbreite von 1,25 m, die F XL-Modelle 1,46 m.

JP


Autor:
Aktualisiert am: 18.02.2005 12:40
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