Schwerpunkt Technik

Praxistest: New Holland TS110A: Vollblüter mit solidem Stammbaum





Die neue Dimension

Praxistest: New Holland TS110A: Vollblüter mit solidem Stammbaum

Im Herbst 2003 hat New Holland seine neue TS-A-Serie vorgestellt. Mit neuem Design, neuem Motor und neuer Kabine hat der Traktor Einiges zu bieten. Bewährte Komponenten wurden von der Vorgängerserie TS übernommen. Der „Landwirt“ hat ihn getestet.

Der Motor zieht sowohl auf der Straße als auch auf dem Acker gut durch.
Der Motor zieht sowohl auf der Straße als auch auf dem Acker gut durch.
Mit der Serie TS-A hat Case New Holland (CNH) seinen ersten Plattformtraktor auf den Markt gebracht. Dementsprechend ist diese Baureihe neben dem traditionellen Blau von New Holland auch in den Farben rot und rot/weiß von Case IH und Steyr erhältlich. Viele bewährte Komponenten, wurden von der alten Serie TS von New Holland übernommen. Für den Landwirt-Praxistest haben wir uns aus den fünf zur Verfügung stehenden Modellen für den New Holland TS110A entschieden. Als großer Vierzylinder ist er in Österreich sehr beliebt und wird daher häufig verkauft.

Begeisterndes Dieselaggregat

Beim Herzstück, nämlich dem Motor, greift die Serie TS-A auf ein so genanntes NEF-Aggregat zurück. Die NEF-Motoren wurden in einer Kooperation von Iveco, Cummins und New Holland entwickelt. NEF bedeutet New Engine Family oder zu gut deutsch „Neue Motorenfamilie“ und soll wohl andeuten, dass die Konstrukteure bei diesem Motor sämtliches Expertenwissen in die Praxis umgesetzt haben. So hat der Motor des TS110A mit Vierventiltechnik, Turbolader mit Ladeluftkühlung und moderner Common Rail-Einspritztechnik auch wirklich viel zu bieten. Nötig wurden diese besagten Änderungen auf Grund der neuen Abgasnormen. Zwar könnte die neue Abgasnorm der Stufe II auch mit einfacherer Technik erreicht werden, doch war man bei CNH wohl nicht bereit, im Gegenzug einen Kompromiss bezüglich der Leistung oder des Kraftstoffverbrauchs einzugehen. Um diesem Sachverhalt genau auf den Grund zu gehen, hat ihn die FAT auch dem Prüfstand nachgemessen. Dort hatte der Traktor eine Nennleistung an der Zapfwelle von guten 75,6 kW/102,7 PS. Mit sinkender Drehzahl legt sich der Traktor um so mehr in die Riemen und leistete somit bei 1900 U/min am Motor ganze 85 kW beziehungsweise 115,5 PS. Dementsprechend hoch war bei 700 U/min auch der Konstantleistungsbereich. Oder anders gesagt, der New Holland hat bei 1500 U/min immer noch die gleiche Leistung wie bei Nenndrehzahl. Doch der Topwerte nicht genug, bietet der New Holland auch noch einen so genannten Power-Boost. Dieser steht bei Zapfwellenarbeiten und bei Transportarbeiten mit der Automatikfunktion zur Verfügung. Mit dieser Einrichtung entscheidet die Elektronik, ob dem Motor nach Bedarf mehr Kraftstoff eingespritzt werden muss, wobei der Fahrer mittels Anzeige im Armaturenbrett über den aktuellen Zustand informiert wird. Wie schon die normalen Motordaten hat es auch der Power-Boost in sich. So leistete der New Holland auf dem Prüfstand der FAT mit Booster maximal 97,3 kW/132,2 PS. Diese 17 PS mehr spürt man auch deutlich in der Praxis, in dem man zum Beispiel beim Fahren mit dem Güllefass einfach ein paar Stundenkilometer schneller den Hang hochfährt oder der Schlepper beim Säen mit einer schweren Bestellkombination auf ungünstigen Stellen einfach besser durchzieht.

Autor: Stephan SCHMIDLIN, Wahlen (CH)

Die neue Dimension

Der schwedische Frontladerspezialist Alö investierte in den letzten vier Jahren über 30 Mio. Euro in seine Produktions- und Vertriebsstätten. Was dabei heraus kam, ist wahrlich eine neue Dimension.

Neben der patentierten Lock & Go-Verriegelung hat Alö bei dieser neuen Ladergeneration fünf weitere Innovationen zum Patent angemeldet.
Neben der patentierten Lock & Go-Verriegelung hat Alö bei dieser neuen Ladergeneration fünf weitere Innovationen zum Patent angemeldet.
Dimension, so heißt auch die neue Laderbaureihe von Quicke. Dass dieser Begriff keine Floskel ist, hat Alö mit der Vorstellung einer komplett neuen Frontladerserie eindrucksvoll bewiesen. Diese neue Baureihe gibt es nicht nur als Quicke-Lader, sondern in modifizierter Form auch als Trima-Lader. Die Marke Baas Trima wurde bisher auf dem österreichischen Markt nicht angeboten. Im Jahr 2001 hat Alö die ebenfalls schwedische Firma Baas Trima gekauft. Die neu entwickelten Produkte will Alö auch mit einer völlig neuen Strategie vertreiben. Während bisher der Vertrieb der Marken Quicke und Baas Trima in Deutschland und auch in anderen europäischen Ländern voneinander getrennt waren und im Wettbewerb zueinander standen, werden die neuen Frontladerbaureihen Quicke Dimension und TrimaPlus künftig aus einer Hand angeboten.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


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Aktualisiert am: 07.02.2005 10:11
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