Schwerpunkt Technik

Sieben „6-Kreisler“ fürs Berggebiet4 Achsen für mehr SicherheitMit Wasser Holz spalten
Sieben „6-Kreisler“ fürs Berggebiet

"Der fortschrittliche Landwirt", die BAL Gumpenstein und der Maschinenring Dachstein-Tauern führten einen umfangreichen Vergleichstest von Kreiselzettwendern durch. Die sieben Testkandidaten mussten ihre spezifischen Fähigkeiten sowohl bei der Heu-, als auch bei der Silageernte unter Beweis stellen. Viele kleine und auch größere Schwächen wurden vom Testteam aufgedeckt.

Die Anforderungen an einen Kreiselzettwender im Berggebiet sind wesentlich diffiziler als in der Ebene. An erster Stelle stehen das Eigengewicht und die Vorderachsentlastung. Die beste Technik nützt nichts, wenn die Sicherheit am Hang nicht gegeben ist. Mit dem Claas Volta 670 H und Lely Lotus Stabilo 675 war mit unserem Testtraktor Lindner Geotrac 73 ab einer Hangneigung von etwa 25 % kein sicheres Befahren mehr möglich. Claas hat auch einen leichteren 6-Kreisler im Programm. Wieso Claas die schwerere Ausführung für diesen Vergleichstest ins Rennen schickte, obwohl die Einsatzbedingungen den Firmen bekannt waren, ist uns unklar. Der sehr stabil ausgeführte Volta 670 H ist eine typische Maschine für flachere Grünlandgebiete. Lely, mit den gebogenen Hackenzinken, bietet Vorteile hinsichtlich Futterschonung und lockere Futterablage – wie geschaffen für den Heubetrieb. Unter den gegebenen Bedingungen konnten sich die Leichtgewichte Krone, Kuhn und Pöttinger besonders profilieren. Krone erreicht bei der Bodenanpassung und dem Fahrverhalten Bestnoten. Kuhn erreichte bei der Verteilgenauigkeit die besten Resultate. Pöttinger mit der geringsten Vorderachsentlastung ist für den Hang prädestiniert. Fella bietet viel Komfort mit einfacher Bedienung. Der Spider von SIP ist die kostengünstigste Mechanisierungsmöglichkeit und kann mit den renommierten Marken in nahezu allen Punkten mithalten.

Text: DI Alfred PÖLLINGER, BAL Gumpenstein und Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau

4 Achsen für mehr Sicherheit

Die 24. KFG-Novelle hat einige Änderungen für die österreichische Landwirtschaft gebracht. Unter anderem ist es jetzt möglich mit 4-Achs-Anhängern und einem Gesamtgewicht von 32.000 kg Transportarbeiten zu erledigen.

Was in den Skandinavischen Ländern im Fernverkehr Standard ist, ist jetzt auch für Österreichs Landwirte möglich. Einige innovative Landwirte sind schon im Jahr 2000 an die Firma Fuhrmann mit dem Wunsch eines 4-Achs-Kippers und höheren Nutzlasten herangetreten. Im Juni 2002 hat der erste Prototyp, ausgestattet mit einer Sondergenehmigung – leider nur für unteilbare Güter - den Betrieb aufgenommen. In den folgenden Jahren konnten wichtige Entscheidungsträger der Gesetzgebung von der Sinnhaftigkeit dieses Projektes überzeugt werden. Zwei Jahre später konnte nun Erich Fuhrmann den ersten 4-Achs-Kipper mit Typenschein an den Kunden Christoph Brandhuber aus Gänserndorf übergeben.

Text: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau





Mit Wasser Holz spalten

Nahezu unglaublich aber wahr: Die Holzteufel von Starfort werden von handelsüblichen Hochdruckreinigern angetrieben und erzielen dabei eine wesentlich höhere Spaltleistung als vergleichbare hydraulische Holzspalter. Was ein Holzteufel außer spalten noch kann, erfahren Sie in diesem Praxistest.

Zu Beginn unseres Tests zeigten sich einige Mängel in der praktischen Handhabung. Die von der BLT Wieselburg, der Sicherheitsberatung der SVB bzw. von unserem Landwirt-Testteam aufgezeigten Mängel wie zB Stabilität der Stützfüße, fehlende Ablage für Spalthälften am Spalttisch oder auch sicherheitstechnische Mängel bei der Zweihandbedienung wurden vom Hersteller prompt abgeändert und in die Serienfertigung aufgenommen. Nicht geändert wurde die Aufhängung des Wasserbehälters. In Summe können wir den Starfort Holzteufeln heute ein gutes Zeugnis ausstellen. Er ist nicht mit Profigeräten vergleichbar, die im Starkholz eingesetzt werden und vielleicht sogar mit Hubeinrichtungen ausgestattet sind. Spaltern der 8 – 12 to Klasse ist er aber in einigen Punkten überlegen. Landwirte, die den Mut zum Kauf einer unkonventionellen Technik haben, können mit dem Holzteufel Geld sparen. Das Standardmodell ohne Hochdruckreiniger kostet 1.140,- Euro inkl. MwSt. Die Technik – Wasserhydraulik - ist so verblüffend einfach, dass für Wartung und eventuelle Reparaturen kein Spezialwissen notwendig ist.

Text: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


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Aktualisiert am: 06.02.2007 15:14
Sieben Juroren beurteilten die praktischen Parameter. Die schlechteste und beste Bewertung wurde jeweils gestrichen.
Schneller, schwerer und sicherer transportieren – der 4-Achser von Fuhrmann machts´s möglich.
Jeder Holzteufel lässt sich mit geringen Umbauten auch in Bodennähe betreiben.
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