Schwerpunkt Technik

Wie die Saat, so die Ernte
Ein starker Kletterer
Gefederte Spezialtraktoren
MF mit neuen Modellen

Wie die Saat, so die Ernte

Der schwedische Drillmaschinen- und Bodenbearbeitungsspezialist Väderstad hat bereits über 8000 Rapid-Sämaschinen in ganz Europa verkauft. In Österreich sind mittlerweile auch schon über 140 Stück im Einsatz. Was ist an dieser Technik so besonders, dass ihr dieser Höhenflug gelungen ist? Wir haben Praktiker nach ihren Erfahrungen befragt.

Das Handling der Abdrehprobe ist beispielhaft. Der eingestellte Wert wird auf dem Feld fast auf das Kilo genau eingehalten.
Das Handling der Abdrehprobe ist beispielhaft. Der eingestellte Wert wird auf dem Feld fast auf das Kilo genau eingehalten.
Uns ist keine Drillmaschine bekannt, mit der sich ähnlich viele Kulturen erfolgreich bestellen lassen. An der Saatgutablage wurde seit der Einführung nichts geändert. Die Ablagegenauigkeit, die Schlagkraft, die Feldaufgänge und die einfache Bedienung werden von den Praktikern in höchsten Tönen gelobt. Zusatzausrüstungen, wie ein geteilter Saattank oder eine zusätzlich angebrachte Grassaat-Box, machen es möglich, gleichzeitig Düngemittel oder Untersaaten auszubringen. Die Kombination von mehreren Arbeitsgängen und die Möglichkeit, den Aufwand für die Bodenbearbeitung zu senken, sparen Kosten und Zeit. Die top Verarbeitungsqualität und die hohe Nachfrage verschaffen dieser Maschine einen hohen Wiederverkaufswert.
JP


Ein starker Kletterer

Mehr PS, breite Reifen: dieser Trend hält auch in der Bergmechanisierung an. Mit dem neuen TP88 will Aebi dieser Forderung nachkommen. Wir konnten den Transporter bei leicht nassen Bedingungen Probe fahren.

Der Fahrer hat gute Sicht nach allen Seiten und vor allem auch direkt vors Fahrzeug.
Der Fahrer hat gute Sicht nach allen Seiten und vor allem auch direkt vors Fahrzeug.
Nasses Gras, schmierige Bodenoberfläche, steiles Gelände und ein neuer Transporter. Das die Ausgangslage für unsere Probefahrt mit dem TP88, dem jüngsten Transportermodell der Landmaschinenfirma Aebi aus Burgdorf in der Schweiz. Was uns bei der Fahrt im Hang gleich von Beginn weg überzeugt, ist die Motorisierung des TP88. Die Entwickler bei Aebi haben dem neuen Transporter, der Nachfolger des TP78 (55 kW/74 PS) wird, einen 3,8 Liter Kubota-Motor mit einer Leistung von 61 kW/83 PS installiert. Mit dieser Motorisierung rückt der zweitstärkste Transporter im Aebi-Programm in die Nähe des Spitzenmodells TP98 mit 65 kW/87 PS. Die Verantwortlichen bei Aebi kommen damit ganz klar dem Bedürfnis nach mehr Leistung auch in der Bergmechanisierung nach.
Heinz Röthlisberger



Gefederte Spezialtraktoren

Fendt hat vor 8 Jahren mit der ersten gefederten Vorderachse bei der Serie 500 großes Aufsehen erregt. So wie damals bei den großen Standardtraktoren, ist es nun wieder Fendt, der als erster bei Spezialtraktoren eine Vorderachsfederung in den Markt einführt.

Neben einer höheren Zugkraftübertragung durch optimalen Bodenkontakt, verbessert die neue Vorderachsfederung vor allem den Arbeits- und Fahrkomfort im Feld und auf der Straße.
Neben einer höheren Zugkraftübertragung durch optimalen Bodenkontakt, verbessert die neue Vorderachsfederung vor allem den Arbeits- und Fahrkomfort im Feld und auf der Straße.
Der Federungskomfort bleibt auch bei ändernden Achsbelastungen dank einer Niveauregulierung stets konstant. Die hydraulische Auslegung dieser Vorderachsfederung war für das Entwicklungsteam eine große Herausforderung, da das Spektrum der auftretenden Achslasten dieser Baureihe sehr groß ist. Später soll diese Federung auch beim Standardtraktor 200 S zum Einsatz kommen. Ist die Federung ganz eingefedert, so schützt ein mechanischer Anschlag die Federungszylinder vor einer möglichen Überlast. Ein Anschlagpuffer vermeidet ein hartes Aufschlagen dieser Anschläge.
Für eine besonders exakte Geräteführung oder für den An- und Abbau eines Frontgerätes lässt sich die Federung sperren.
Neu ist eine zusätzliche Wankabstützung. Durch einen verengten Leitungsquerschnitt zwischen linkem und rechtem Hydraulikzylinder erhöht sich die Stand- und Arbeitssicherheit besonders beim Arbeiten mit Anbaugeräten.
JP



MF mit neuen Modellen

In Parma in Italien startete MF im Jahr 2003 mit der Verjüngung seiner Produktpalette. Kürzlich wurden in Kopenhagen wieder zwei neue Traktorbaureihen sowie zwei neue Mähdrescherbaureihen vorgestellt.

Mit dieser neuen Traktorserie schließt MF die Lücke zwischen der Kompaktserie 2400 und der Allroundserie 5400. Dabei handelt es sich um eine Plattformmaschine aus dem AGCO-Konzern.
Mit dieser neuen Traktorserie schließt MF die Lücke zwischen der Kompaktserie 2400 und der Allroundserie 5400. Dabei handelt es sich um eine Plattformmaschine aus dem AGCO-Konzern.
Niemals in der langen Geschichte von Massey Ferguson konnte der Landwirt aus einem so umfangreichen Traktorangebot wie heute wählen. „Wir haben in unserer Modellpalette für jeden Landwirt das passende Modell, egal ob ein einfacher robuster Traktor oder der leistungsstarke, robuste HighTech Traktor gesucht wird. Es gibt keinen Zweifel: Massey Ferguson ist zurück an der Spitze“, erklärte Declan Hayden, Vice President Massey Ferguson Marketing Europa auf der Pressekonferenz in Kopenhagen.
Mit derselben Entschlossenheit, wie MF in den letzten zwei Jahren die Traktoren gepuscht hat, soll es nun auch bei den Mähdreschern weitergehen. „Das Mähdreschergeschäft ist unser Kerngeschäft. Wir sind weltweit bei den Mähdreschern die Nummer 3. In den großen Märkten Süd-Amerika und Nord-Amerika haben wir einen Marktanteil von 25 % bzw. 8 % in Nord-Amerika. In Nord-Amerika haben wir bereits die ersten Schritte für ein Wachstum Richtung 9-10 % gesetzt“, betonte Declan Hayden. „In Europa sind wir von 1997 bis zum Jahr 2003 leider von 7 % Marktanteil auf 3 % gesunken. Mit unseren neuen Produkten sind wir überzeugt, dass wir auch in Europa wieder Fuß fassen können“, blickt Declan Hayden optimistisch in die Zukunft.
JP

Aktualisiert am: 01.12.2004 14:56
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