Schwerpunkt Technik

Präzise und schnell
Perkins gibt Gas
Grün für ganz Europa
Schaut voraus...
Präzise und schnell

Nun gibt es die pneumatische Universaldrillmaschine Kuhn Fastliner auch als 3m-Anbaugerät. Wir sind die Maschine auf gepflügtem und auf gegrubbertem Boden Probe gefahren.

Hohe Schlagkraft und hohes Gewicht sind Kennzeichen der „Fastliner“.
Hohe Schlagkraft und hohes Gewicht sind Kennzeichen der „Fastliner“.
Vor zwei Jahren hat Kuhn erstmals die Universaldrillmaschine Fastliner vorgestellt. Bisher konnte sie nur als gezogenes Gerät erworben werden. Nun gibt es sie auch für den Dreipunktanbau in den Arbeitsbreiten drei bzw. vier Meter. Die vier Meter Variante lässt sich auf Wunsch auch auf eine Transportbreite von unter drei Metern einklappen. Wir sind die 3m-Variante mit 24 Scharen gefahren. Alternativ kann die Maschine auch mit nur 20 Scharen bestellt werden. Der Reihenabstand bei 24 Scharen beträgt 12,5 cm, bei 20 Scharen 15 cm. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern führt Kuhn seine Doppelscheibenschare nicht paarweise, sondern einzeln in der Tiefe. Das lässt auf eine exakte Tiefenführung und gleichmäßige Feldaufgänge schließen.

Die Rückverfestigung des eingeebneten Bodens wird von einer Reifen-Packerwalze übernommen. Das heißt, die Säschare laufen nicht im gelockerten, sondern im rückverfestigten Boden.
Die sehr robust aussehenden Zweischeiben-Säschare werden einzeln über ein Parallelogramm geführt und dahinter von einer breiten Andruck- bzw. Tiefenführungsrolle abgestützt. Die beiden Säscheiben haben einen Durchmesser von 400 mm. Serienmäßig sind sie hinten mit einem innen liegenden Abstreifer versehen, der durch eine federnde Wirkung das Eindringen von Erde zwischen den beiden Scheiben verhindern soll. Dazu muss aber auf die richtige Einstellung dieser beiden Abstreiferplatten geachtet werden.


Perkins gibt Gas

Die neue Abgasnorm kommt per 1.1.2006. Dies zwingt die Motorenhersteller zum Handeln. Perkins ist mit der Serie 1100D bereits jetzt für die Kundenwünsche der Traktorenhersteller gerüstet.

Die neuen Motoren sind umweltfreundlicher und leiser.
Die neuen Motoren sind umweltfreundlicher und leiser.
Mit der neuen Abgasnorm tritt 2006 auch eine neue Norm zur Schallbegrenzung in Kraft. Dies zwingt die Hersteller, auch diesbezüglich einige Änderungen am Motor vorzunehmen. Gegenüber den Motoren der Baureihe 1100C wurde der Schallpegel um bis zu 5 dB(A) gesenkt. Damit können die Motoren der Baureihe 1100D im Einbauzustand die Geräuschemission der betreffenden Maschine um 1 bis 2 dB(A) mindern. Abgesehen von den bevorstehenden strengeren gesetzlichen Anforderungen nennen Erstausrüster immer wieder als dringendes Ziel, den Schallpegel in der Fahrerkabine zu senken. Um diesem Wunsch nachzukommen, hat Perkins die gesamte Konstruktion der neuen Motoren auf eine „leise Bauweise“ hin ausgerichtet und zahlreiche Komponenten wie Motorblock, Ölwanne, Steuerräder, Steuergehäuse und Kolben verändert. Sie wirken sich direkt auf den Schallpegel aus.


Grün für ganz Europa

Seit einem Monat laufen in dem von Claas 2003 erworbenen französischen Traktorenwerk Renault Agriculture nur mehr grüne Claas-Traktoren vom Band. Ein um das dreifach aufgestockte Entwicklungsbudget lässt in Kürze die ersten Claas-Innovationen im Traktorenbau erwarten.

Ab sofort gibt es den Claas Traktor für ganz Europa nur mehr in grün.
Ab sofort gibt es den Claas Traktor für ganz Europa nur mehr in grün.
Ziemlich genau vor einem Jahr sind die ersten Claas-Traktoren nach Österreich gekommen. Beflügelt von einer starken Marke mit neuer Farbgebung und einem neuen Importeur mit neuem Vertriebskonzept konnten die bislang eher bedeutungslosen Renault-Traktoren in diesem einen Jahr bereits ein Prozent Marktanteile gewinnen. Ein beachtlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass der Traktorenmarkt nach wie vor rückläufig ist, Claas kein Billigprodukt ist und somit ein Verkaufserfolg nur über Verdrängung zu erzielen ist. In Deutschland konnten die Marktanteile unter der neuen Flagge Claas sogar um 4,6 Prozentpunkte (Traktoren über 51 PS) auf 6,1 % gesteigert werden. Angespornt durch diesem Erfolg hat Claas im Heimatmarkt von Renault Agriculture eine Kundenbefragung durchführen lassen. Mit Freude ist man zur Erkenntnis gekommen, dass auch die französischen Landwirte den Claas-Traktor wollen. Daher wurden nun auch die großen Märkte England und Frankreich, die bislang noch orange waren, auf die Farbe Grün umgestellt. Die Zukunft wird zeigen, ob Claas den bisherigen Marktanteil von Renault – stets um die 20 % – halten kann.


Schaut voraus…

…und lenkt automatisch im festgelegten Abstand zur vorherigen Fahrt. Mit dem automatischen Lenksystem „E-Drive“ von agrocom ist sogar automatisches Konturfahren möglich.

„E-Drive“ findet auch bei Dunkelheit und Staub den exakten Anschluss.
„E-Drive“ findet auch bei Dunkelheit und Staub den exakten Anschluss.
Laut Auskunft von Agrocom sind die technischen Ergänzungen zur automatischen Ansteuerung der Lenkung in zweieinhalb bis drei Stunden montiert. Agrocom hat für alle Claas-Traktoren kürzlich die TÜV-Freigabe erhalten. Grundsätzlich lässt sich das System auch nachrüsten und auf andere Traktormarken installieren. Während Outback S bereits ab 6.600,- Euro (inkl. MwSt.) zu haben ist, muss der Kunde für die automatische Version E-Drive mehr als das Doppelte, nämlich 14.940,- Euro (inkl. MwSt., ohne Montage), investieren. Dafür kann E-Drive aber nicht nur automatisch von A nach B lenken, sondern auch vollautomatisch einer abgespeicherten Konturlinie folgen.
E-Drive bestimmt die Richtungsänderungen nicht über Lenkwinkelsensoren, sondern über einen integrierten Kreiselkompass (Gyro-Sensor). Die automatische Lenkung lässt sich jederzeit vom Fahrer durch Drehen des Lenkrads übersteuern. Zusätzliche Sicherheitsfeatures sind die automatische Deaktivierung bei Über- und Unterschreitung von Fahrgeschwindigkeitsgrenzwerten sowie ein eingebauter Sitzschalter.



Aktualisiert am: 20.10.2004 16:25
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