Schwerpunkt Technik

Fendt setzt auf neue Maßstäbe
Kverneland mit neuer Produktlinie
ARGO die unentdeckte Größe
Fendt setzt auf neue Maßstäbe

Ähnlich dem Mercedes im PKW-Bau gilt der Fendt 800er als Maßstab bei den Traktoren in der Oberklasse. Ist er wirklich so gut? Das Landwirt-Testteam liefert die Antwort.

Die Kabine ist leise, gut verarbeitet und gefedert. Das Platzangebot, die Übersichtlichkeit, der Aufstieg und die Luftführung der Klimaanlage sind verbesserungswürdig.
Die Kabine ist leise, gut verarbeitet und gefedert. Das Platzangebot, die Übersichtlichkeit, der Aufstieg und die Luftführung der Klimaanlage sind verbesserungswürdig.
Fendt hat mittlerweile über 30.000 Traktoren mit dem stufenlosen Vario-Getriebe ausgeliefert. Zahlreiche Vergleichsuntersuchungen haben bewiesen, dass die von Fendt verwendeten, groß dimensionierten Hydrostaten im leistungsverzweigten Getriebe und zum Teil auf Grund des großen Schwenkwinkels von 45° im Wirkungsgrad wesentlich besser sind, als man es bisher von hydrostatischen Antrieben gewohnt war. An den hydraulischen und mechanischen Komponenten hat sich auch beim 818er nichts geändert. Das Getriebe erfüllt alle Wünsche – vom Tempomat bis zur Stillstandsregelung. Neu ist das Motor-Getriebemanagement TMS. Fendt hat bei der Entwicklung darauf geachtet, dass trotz zusätzlicher Funktionen die gewohnte Vario-Bedienung erhalten bleibt. Trotzdem haben diese neuen Möglichkeiten die Komplexität der Bedienung im Fendt-Traktor nochmals um eine Stufe erhöht. Ob sie genutzt werden, bleibt dem Fahrer selbst überlassen.
Die herkömmliche Vario-Bedienung hat den Nachteil, dass sich der Fahrer selbst um die Getriebeeinstellung und die Motordrehzahl kümmern muss. Bei dieser Fahrstrategie wird das Gaspedal zum Fahrpedal. Das Getriebe-Motormanagement führt die Getriebeeinstellung und die Wahl der Motordrehzahl automatisch durch. Mit ihm gibt der Fahrer lediglich die gewünschte Sollgeschwindigkeit vor. Mit einem kleinen Schieberegler rechts in der Armlehne lässt sich die Maximal-Geschwindigkeit einstellen, die sich bei durchgetretenem Fußpedal ergeben soll. Er erhielt großes Lob vom Testteam.



Kverneland mit neuer Produktlinie

Auch für den Pflugspezialisten und vielfachen Pflügerweltmeister ist der Pflug kein Dogma. Neu konzipierte Mulchsaatmaschinen sollen dem Landwirt helfen, dort wo auf den Pflug verzichtet werden kann, Kosten zu sparen.

Mit dem flexiblen System der MSC-Accord können Bodenbearbeitung und Aussaat in einem Arbeitsgang erfolgen. 3700 Liter Saatguttank und hohe Arbeitsgeschwindigkeiten sorgen für Flächenleistungen bis zu 5 ha/h.
Mit dem flexiblen System der MSC-Accord können Bodenbearbeitung und Aussaat in einem Arbeitsgang erfolgen. 3700 Liter Saatguttank und hohe Arbeitsgeschwindigkeiten sorgen für Flächenleistungen bis zu 5 ha/h.
Für Maschinen aus dem CT-Projekt hat Kverneland ein spezielles Label entwickelt. Diesen Zusatz zum Logo bekommt jede Maschine aus dem CT-Programm. Vorerst sind nur die Sätechnik von Accord und die Bodenbearbeitung von Kverneland als Marken in diesem neuen CT-Programm. Die im November 2003 auf der Agritechnica vorgestellte Mulchsaatmaschine MSC war die letzte Entwicklung aus dem CT-Programm von Kverneland. Diese Maschine, die sich sowohl für die konventionelle Saat als auch für die Mulchsaat einsetzen lässt, wurde bereits mit großem Erfolg in ganz Europa eingeführt. Auch in Österreich wurden bereits die ersten MSC-Maschinen ausgeliefert.



ARGO die unentdeckte Größe

Die italienische Familie Morra, Eigentümer des heutigen ARGO-Konzerns, ist seit drei Generationen im Landmaschinenbau tätig. Schritt für Schritt ist sie im letzten Jahrzehnt zu einem Longliner mit Weltformat herangewachsen. Seit wenigen Monaten ist auch die Marke Fella im ARGO-Konzern beheimatet.

McCormick gehört seit 1999 zur ARGO-Gruppe und bietet heute ein vollständiges Traktorenprogramm von 20 bis 280 PS
McCormick gehört seit 1999 zur ARGO-Gruppe und bietet heute ein vollständiges Traktorenprogramm von 20 bis 280 PS
Jede Marke des ARGO-Konzerns hat eine eigene Geschichte, eine bekannte und anerkannte Identität sowie ein eigenes Image. Weltweit ist ARGO in 10 Ländern mit einer eigenen Filiale präsent, und in weiteren 70 Ländern werden die Marken des Konzerns durch Privatimporteure vertrieben: Landini, McCormick und Valpadana im Traktorenbereich, Laverda und Fella im Bereich der Mähdrescher und Erntemaschinen, Sep bei den einachsigen Geräten und Pegoraro bei den Geräten für die Bodenbearbeitung. Alle diese Marken werden weltweit von mehr als 2500 Händlern vertrieben. In Österreich verkaufen etwa 30 Händler die ARGO-Produkte.



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Aktualisiert am: 26.07.2004 14:51
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