Schweizer Landwirtschaft konnte 2008 Produktionswert erhöhen

Das Jahr 2008 verlief für die Schweizer Bauern sehr unterschiedlich: Im Pflanzenbau war die Entwicklung erfreulich, mit Ausnahme derObstproduktion. Bei der Milch sank der Preis.
Der Erzeugermilchpreis in der Schweiz geriet infolge der sinkenden Erlöse in der EU und der steigenden Produktionsmengen unter Druck.
Der Erzeugermilchpreis in der Schweiz geriet infolge der sinkenden Erlöse in der EU und der steigenden Produktionsmengen unter Druck.
Die tierische Produktion proftierte von der günstigen Marktsituation. Bei der Milch sank der Preis allerdings gegen Ende des Jahres wieder deutlich. Der Produktionswert der eidgenössischen Landwirtschaft erhöhte sich insgesamt um 2,6% auf 10,91 Mrd. Franken (rund EUR 7,2 Mrd.).

Ein Problem blieben aber die hohen Erzeugungskosten, sie führten letztlich zu einem etwas geringeren Einkommen. Dies geht aus dem Jahresbericht 2008 des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) hervor. Die eidgenössische Landwirtschaft umfasst gut 60.000 Bauernfamilien im Berg- und Talgebiet.
Der Produktionswert der Schweizer Landwirtschaft erhöhte sich 2008 gemäß Schätzung des Bundesamtes für Statistik auf 10,91 Mrd. Franken, das waren 2,6% mehr als im Vorjahr. Teuerungsbereinigt war der Produktionswert mit jenem aus dem Vorjahr vergleichbar. Knapp 50% davon stammten aus der tierischen, 42% aus der pflanzlichen Produktion. Die restlichen 8% brachten die landwirtschaftlichen Dienstleistungen und die nicht-agrarischen Nebentätigkeiten ein. Den insgesamt guten Erträgen und Erlösen standen jedoch deutlich steigende Produktionskosten gegenüber. Vor allem Dünger und Treibstoffe waren teuer. Das Netto-Unternehmenseinkommen belief sich im Berichtsjahr auf 2,831 Mrd. Franken. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Verringerung um 0,5%. (AIZ)


Aktualisiert am: 08.06.2009 14:28

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