Schweinezucht als Konstante in schwierigen Zeiten

Die ungünstige Situation am Schweinemarkt sorgte europaweit für eine Reduktion der Bestände. Wie es der Schweinezucht als erstes Glied der Produktionskette geht, wird hier anlässlich der alljährlich stattfindenden Eliteversteigerung dargestellt.
Bei Betrachtung der Fakten erkennt man, dass sich die heimischen Zuchtverbände durchaus in einem auch international wettbewerbsfähigen Leistungsbereich bewegen.
Bei Betrachtung der Fakten erkennt man, dass sich die heimischen Zuchtverbände durchaus in einem auch international wettbewerbsfähigen Leistungsbereich bewegen.
Mit durchschnittlich 27,2lebend geborenen Ferkeln und 24,7 abgesetzten pro Sau und Jahr braucht sich unsere Schweinezucht nicht hinter den ausländischen Mitbewerbern zu verstecken. Speziell in Österreich haben wir auch darauf zu achten, nicht nur die „fruchtbare Wundersau“ zu produzieren, sondern auch dem Fleischanteil, der Fleischbeschaffenheit und allen anderen für den Fleischer wichtigen Kriterien zu genügen. Schließlich ist der Frischfleischmarkt hierzulande wichtiger denn irgendwo sonst in Europa.

Konstante Remontierung
Der Rückgang der Ferkelproduktionsbetriebe macht nicht nur den Pietrainzüchter zu schaffen, vor allem die Hybridsauenproduzenten sehen sich mit Sorge eines schrumpfenden Markt gegenüber. Der viel getätigte Ruf nach konstanter Remontierung auch in absatzschlechten Zeiten verhallt oft ungehört. Im Bewusstsein, dass sich der Markt sehr schnell von Überangebot auf Nachfrage drehen kann, bleibt nur zu hoffen, dass die Ferkelerzeugerbetriebe auch dann mit dem entsprechenden Angebot dienen können. Zum einen um den Markt zu befriedigen um nicht Marktanteil ans Ausland aus Mangel an Ferkel zu verlieren, zum anderen um dem eigenen Betrieb nach der langen Durststrecke wieder ein entsprechendes Betriebsergebnis zu bescheren, denn was nützen hohe Ferkelpreise wenn die dazugehörigen Ferkel fehlen?

Fazit
Einen Ausweg aus dem Preistief kann kein Ferkelerzeuger erzwingen. Einzige zielführende Maßnahme ist das konsequente Arbeiten an der Betriebsleistung. Dies geschieht durch optimales Belegmanagement, absolute Hygiene in den wichtigen Arbeitsbereichen wie Beleg- und Abferkelstall sowie eine straffe Planung des Arbeitsablaufes. Auf der Bestandsseite gilt es, unproduktive Tiere zu merzen und durch neue, leistungsstarke Jungsauen zu ersetzen.

Landwirt-Tipp: 10. Eliteversteigerung in St. Pölten
Am Freitag, den 30. Mai 2008 findet in der Tierzuchthalle St. Pölten um 10 Uhr die Österreichische Eliteversteigerung statt. Zum Auftrieb gelangen 26 Pietrain, 5 Landrasse- sowie 6 Edelschweineber aus fast allen Zuchtverbänden Österreichs. Am Tag davor, dem 29.5. werden sich ab 15.30 die Eber der Körkommission präsentieren und um den Titel „Siegereber“ rittern.

Nähere Informationen zum Programm und zur Anfahrt zur Halle erhalten Sie beim VNS unter 02269/2218-18 oder im Internet unter www.landwirt/com/schweine/

Autor: Martin PRISSNITZ, Verband Niederösterreichischer Schweinezüchter (VNS), Streitdorf


Aktualisiert am: 27.05.2008 11:10
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