Schweineproduktion: Aktiviertes Wasser

Was sind die Vorteile von aktiviertem Wasser und wie wird es hergestellt? Dieser Frage ging Ingrid Simon auf einer Vortragstagung am 4. Mai 2009 im Haus Düsse nach.
Aktiviertes Wasser wird in speziellen Wasseraufbereitungsanlagen mittels Elektrolyse aus kalkfreiem Wasser und Zusatz einer Kochsalzlösung gewonnen. Die entstandene Annolyte wird in einer Konzentration von 3 % in den Hauptwasserstrom eingespeist. Das so versetzte Wasser bezeichnet man als „aktiviertes Wasser.“

Höhere Leistungen statistisch nicht nachweisbar

Aktiviertem Wasser wird eine biozide Wirkung auf Pilze, Bakterien und Viren zugeschrieben; daneben soll der Biofilm im gesamten Tränkesystem abgebaut werden. Wie an Hand der auf Haus Düsse durchgeführten Versuche deutlich wurde, sanken der Futterverbrauch und die Tierverluste bei tendenziell etwas niedrigeren Mastendgewichten leicht. Allerdings waren die Unterschiede nicht statistisch abzusichern.

Aktiviertes Wasser wirkt keimreduzierend

„Festzuhalten bleibt, dass aktiviertes Wasser keimreduzierend wirkt und die Trinkwasserqualität deutlich verbessert“. Der Biofilm im gesamten Tränkesystem wird zuverlässig beseitigt, der Aufwand für Reinigung und Desinfektion des Leitungssystems deutlich reduziert und die Futterverwertung ebenso wie die Tierverluste tendenziell verringert. Die Kosten für eine Wasseraufbereitungsanlage belaufen sich auf circa 10 000 € für einen Hähnchenmaststall mit 40 000 Plätzen, was einem Betrag von 0,5 Cent je Liter Wasser entspricht. Die Anlagen können auch gemietet werden. „Aktiviertes Wasser ist kein Wundermittel, aber ein durchaus geeignetes Wasser-Hygienisierungskonzept und damit ein Baustein, um den Tieren optimale Umweltbedingungen zu bieten.“ (Quelle: deuka)


Autor:
Aktualisiert am: 15.05.2009 07:48
Landwirt.com Händler Landwirt.com User