Schweinepreis gibt leicht nach

Die Notierung für Schlachtschweine gibt in Österreich leicht nach. In Deutschland bleibt die Notierung unverändert. Wie sind die Marktaussichten?
Die österreichische Schlachtschweinenotierung ging für die KW 12 um 2 Cent zurück.
Die österreichische Schlachtschweinenotierung ging für die KW 12 um 2 Cent zurück.
Überwiegend stabile Verhältnisse prägen auch diese Woche den EU-Schweinemarkt. Die Preise bewegen sich in den meisten Mitgliedsländern seitwärts. Das Fundament der Notierungen scheint aber zurzeit wenig belastbar, denn es fehlen die Impulse vom Export in Drittstaaten. In Deutschland bleibt die Mastschweine-Notierung unverändert, Verarbeitungsbetriebe kündigen jedoch aufgrund hoher Lagerstände an, die Schlachtzahlen zurückzufahren. Auch in den übrigen Mitgliedstaaten wird von gesättigten Märkten berichtet.
In Österreich kam ebenfalls etwas Sand ins Marktgetriebe. Nicht jedes Schwein fand zeitgerecht den Weg zum Schlachthacken. Während in den letzten Wochen die Frischfleisch-Aktionen für einen flotten Absatz sorgten, schwächelt nunmehr auch dieses Segment. Der Handel mit Verarbeitungsfleisch stöhnt unter der Last der internationalen Preisvorgaben. Vor diesem Hintergrund gab es vehemente Forderungen der heimischen Schlachtbetriebe, den Preisabstand zu Deutschland deutlich zu reduzieren. Dies wurde auch damit begründet, dass es durch Preismaskenänderungen in der BRD zu einer versteckten Erlösrücknahme gekommen ist. Die Konsequenz daraus: Die Mastschweine-Notierung der Schweinebörse sinkt um 2 Cent auf 1,54 € Basispreis je kg.
Die Marktaussichten für die kommenden Wochen sind laut Österreichischer Schweinebörse vor allem von den Exportmöglichkeiten abhängig. Das Warten und Hoffen auf "weißen Rauch" aus Russland und Asien - den wichtigsten Abnehmern - hält an. Am deutschen Markt laufen die Schlachtbänder derzeit auf Hochtouren. Angesichts der Osterfeiertage und der damit verbundenen fehlenden Schlachttage reicht der Spielraum für Preissteigerungen wahrscheinlich nicht aus, so die Einschätzung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).

Aktualisiert am: 20.03.2013 08:21
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