Schweinepreis: Entspannung mit Aussicht auf steigende Preise

In Europa entspannt sich der Markt für Schlachtschweine in der aktuellen Schlachtwoche zusehends, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Viele Notierungen stabilisierten sich.
In Deutschland, Niederlande, Dänemark, Belgien, Frankreich, Großbritannien und Österreich pendelten sich die Preise auf dem bestehenden Niveau ein. In Schweden zog die korrigierte Notierung aufgrund des Wechselkurses an, ebenso die Notierung in Polen. Irland konnte aufgrund eines knapperen Lebendangebotes steigende Preise durchsetzen, heißt es von der ISN.

Schweinefleischkonsum seitens der Verbraucher normalisiert sich wieder

Überwiegend sehe sich die gute Nachfrage der Schlachtunternehmen in Europa einem leicht rückläufigen Lebendangebot gegenüber. Das hätte dazu geführt, dass auch in Deutschland die Auszahlung von Hauspreisen bei einzelnen Schlachtunternehmen vom Tisch ist. Darüber hinaus bestimme die H1N1-Grippe nicht mehr die Medien, so dass sich der Schweinefleischkonsum der teilweise verunsicherten Verbraucher wieder normalisiere. Insbesondere Spanien hätte stark unter den Restriktionen Russlands in diesem Zusammenhang gelitten und einen Preisrückgang verzeichnen müssen. Mittlerweile sei jedoch auch hier Entlastung in Sicht, denn Russland soll bereits das Einfuhrverbot aus den spanischen Provinzen aufgehoben haben, in denen keine Grippefälle aufgetreten sind.

Angebot an schlachtreifen Schweinen geht zurück

Das Angebot an schlachtreifen Schweinen werde für die laufende Woche in Europa etwas rückläufig erwartet. Daher sei von mindestens unveränderten Preisen auszugehen. Sollte der Sommer wieder zuschlagen, könne das Grillfleischgeschäft sogar zu steigenden Preisen führen. (isn)


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Aktualisiert am: 27.05.2009 14:56
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