Schweinemast: Flüssig füttern richtig gemacht

Flüssigfütterungen sollten wie Trockenfutteranlagen genau geplant werden. Hier lesen Sie, welche Arten von Flüssigfütterungsanlagen es gibt und welche Vor- und Nachteile sie haben.
Wilfried Brede gibt in "Der fortschrittliche Landwirt" wertvolle Tipps zum Einbau von Trocken- und Flüssigfütterungsanlagen.
Wilfried Brede gibt in "Der fortschrittliche Landwirt" wertvolle Tipps zum Einbau von Trocken- und Flüssigfütterungsanlagen.
Je nach Neigung des Betriebsleiters und der Nutzung durch weitere Betriebszweige (Zuchtsauen, Ferkel) kommt eine Flüssigfütterung auch für Bestandsgrößen von weniger als 700 Mastplätzen in Betracht. Von ihrer Komponentenauswahl sind diese Systeme deutlich flexibler als Trockenfütterungsanlagen. Nachteilig ist der deutlich höhere Hygieneaufwand, der durch den Einsatz von Säurenebler, UV-Licht und Ozondesinfektion im Mischbottich in den letzten Jahren jedoch deutlich reduziert werden konnte. Durch den Einsatz von Chlordioxid zur Wasserdesinfektion, fermentiertem Getreide und Milchsäurebakterien werden derzeit weitere Fortschritte erzielt. Basis einer optimierten Behälterhygiene ist die richtige Montage des Rührwerkes (nicht an der Oberfläche der Futtersuppe) und eine optimale Zuführung von Wasser und Futter.

Einbau von Flüssigfütterungen
Flüssigfütterungsanlagen setzen sich in der Regel aus den Komponenten Mischbottich inklusive Rührwerk, einer elektronischen Verwiegung, einer Pumpe, den Futterleitungen, den Futterventilen, den Fallrohren und einem Prozessrechner zusammen. Für den Einsatz der meist mit Druckluft betriebenen Ventile wird ein Kompressor benötigt. Bei der Montage der Fütterung sollte auf eine fachgerechte Installation der elektrischen Bauteile – insbesondere der Ventile – geachtet werden. Durch nicht zu vermeidende Einflüsse wie Spritzwasser oder Ammoniak treten eventuell Schäden in den elektronischen Bauteilen auf.
Bei der Konzeption einer Flüssigfütterung muss auf die Geschwindigkeit bei der Ausdosierung geachtet werden. Es muss verhindert werden, dass sich der Futterbrei in der Leitung absetzt. Praktische Erfahrungen zeigen, dass eine Fließgeschwindigkeit von mindestens 0,65 m/sec realisiert werden soll. Daher müssen Futterpumpe und Rohrleitungsquerschnitt
(50 mm oder 63 mm) aufeinander abgestimmt werden. Die Ansteuerung der Futterpumpe über einen Frequenzumrichter vermindert das durch Öffnen und Schließen der Ventile entstehende Schlagen in der Leitung.

Autor: Wilfried BREDE, Serviceteam Alsfeld GmbH, Immenhausen (D)

Den gesamten Artikel zu Flüssigfütterungen finden Sie in der Ausgabe 6/2013 von "Der fortschrittliche Landwirt". Tipp: In der Ausgabe 5/2013 finden Sie Tipps zu Trockenfütterungsanlagen von Wilfried Brede. Gratis Probeheft bestellen.

Aktualisiert am: 08.03.2013 08:26
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