Schweinemarkt: Stabilisierung nur mit höheren Verbraucherpreisen möglich

Erzeuger geraden duch die hohen Produktionskosten und die niedrigen Absatzpreise immer stärker unter Druck. Um den Schweinemarkt mittelfristig zu stabilisieren, müssen die Verbraucher einen höheren Preis für Fleisch zahlen.
Hohe Futterkosten und niedrige Absatzpreise ermöglichen keine kostendeckende Erzeugung

Konsumenten sollen für Schweinefleisch einen höheren Preis zahlen
Konsumenten sollen für Schweinefleisch einen höheren Preis zahlen
Daran führt nach Ansicht des Spitzenbeamten Lars Hoelgaard von der Europäischen Kommission kein Weg vorbei, berichtet Agrar-Europe. Zwar habe sich der Markt nach der Dioxinkrise in Deutschland und den Nachbarländern - auch dank der Gewährung von Beihilfen zur privaten Lagerhaltung - kurzfristig wieder stabilisiert, das grundlegende Problem bleibe jedoch bestehen: Die Erzeuger seien zwischen hohen Futterkosten einerseits und relativ niedrigen Absatzpreisen andererseits wie in einem Schraubstock gefangen, erklärte Hoelgaard am Montag vergangener Woche vor dem Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments.

Eigene Futterbasis bringt Kostenvorteil

Nach Angaben der Kommission wurden seit der Wiedereinführung von Lagerbeihilfen bis Anfang der vergangenen Woche bereits Zuschüsse für 66 000 t Schweinefleisch gewährt. Der Markt benötige sowohl eine Verringerung des Angebots als auch Preiserhöhungen, so Hoelgaard. Andernfalls könnte sich die Lage dramatisch zuspitzen. Der Däne unterstrich, dass Landwirte, die ihr eigenes Futter anbauten, vom Kostendruck weniger betroffen seien als reine Tierproduzenten, die vollständig auf Zukäufe angewiesen seien. Hinsichtlich des Dioxinskandals bekräftigte er, dass in keinem Fall Fleisch gefunden worden sei, das die Grenzwerte überschritten habe, auch nicht auf den Betrieben unter Quarantäne (Quelle: Agrar-Europe).


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Aktualisiert am: 14.02.2011 20:57
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