Schweinemarkt KW 6

Zurzeit klare Verhältnisse am EU-Schweinemarkt. Quer durch charakterisiert das knapper gewordene Angebot die Marktlage.
Mit + 3 Cent (Dänemark u. Spanien) und + 4 Cent (Frankreich u. Deutschland) reagieren die Notierungen. Nur Italien tanzt aus der Reihe und schwächelt im – 1 bis – 2 Centbereich. Von einer Verknappung am deutschen Fleischmarkt wird nicht berichtet, da mehrere große Schlachtunternehmen wegen angeblicher Rückstandsprobleme für den russischen Markt zzt. gesperrt sind.

Marktlage in Österreich

In Österreich konnte erwartungsgemäß das unterdurchschnittliche Angebot die Nachfrage nicht befriedigen. Vereinzelt wurden Vorgriffe auf das frische Angebot getätigt, um den „G`riss“ um die Ware zu entschärfen. Trotzdem konnte lt. Fleischwirtschaft die Preiserhöhung im Verkauf nicht umgesetzt werden. Insbesondere deshalb, weil deutsches Fleisch zu Dumpingpreisen am Markt kursiert. Das frische Angebot pendelt Richtung Normalniveau, bleibt aber unter der Bestellmenge. Vor diesem Hintergrund wurde auch hierzulande der Preis um 4 Cent nach oben gesetzt.

Tendenz: Die zuletzt durch tief winterliche Verhältnisse beeinflusste Lage am Lebendmarkt scheint sich mit steigenden Temperaturen zu entspannen. Das dadurch steigende Angebot dürfte aber weiterhin gut abfließen. Im und nach dem Fasching ist aber nicht mit gleicher Preisdynamik wie zuletzt zu rechnen. (Quelle: DI Schlederer, VLV)

Mastschweinepreis: € 1,21 (+4 Cent)

Zuchtenpreis: € 1,01 (+4 Cent)


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Aktualisiert am: 08.02.2010 08:57
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