Schweinemarkt 2011 – wie geht es weiter?

Die Wirtschaftlichkeit ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, aber noch weit unter der Zielmarke. Währungsparitäten und Futtermittelpreise haben starken Einfluss auf die Gewinnsituation gewonnen.
Was erwartet die Schweinehalter im Jahr 2011?
Was erwartet die Schweinehalter im Jahr 2011?
Das Jahr 2010 wird bezüglich der Schweinepreise als knapp unterdurchschnittliches Jahr bilanzieren. Mit einem Basispreis von 1,23 Euro und einem Durchschnittserlös pro Schlachtschwein inklusive Mehrwertsteuer von knapp 150 Euro konnte in der Schweinemast ein Deckungsbeitrag von 17 Euro erzielt werden. Dieses Ergebnis entspricht zwar einer Verdoppelung des Ergebnisses von 2009, es bleibt allerdings klar unter der Zielvorstellung einer Vollkostendeckung von 22 Euro.
Laut Schweinezählung aller EU-Mitgliedsstaaten dürfte zumindest bis Mitte 2011 die Produktion EU-weit weiter leicht zunehmen. Unter der Annahme, dass die Absatzmöglichkeiten zumindest auf unvermindertem Niveau verbleiben, wird seitens der EU-Kommission mit einem ähnlichen Preisniveau wie 2009 und 2010 gerechnet. Diese Annahme beschert besonders jenen Schweinehaltern großes Kopfzerbrechen, die auf starken Futterzukauf angewiesen sind. Die mit 30–40 % gestiegenen Futterkosten dürften demnach zu einer erheblichen Ergebnisverschlechterung führen.

Mehr darüber erfahren Sie in Ausgabe 24/2010 von "Der fortschrittliche Landwirt".

Autor: Dr. Johann SCHLEDERER, VLV Schweinebörse

Weitere Artikel in dieser Ausgabe:
- Freies Abferkeln im Außenklimastall – ist das möglich?
- Schweinemast: Futteraufnahme steigern
- PIG News


Aktualisiert am: 03.12.2010 06:11
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