Schweinehaltung hat wieder Zukunft

Die Zeit drängt nun dach Abschluss des Kompromisses beim Ferkelschutzkorb für die Weiterentwicklung der Abferkelbucht. Zum Handeln rät der oberösterreichische Agrarlandesrat Max Hiegelsberger.
Die Einigung über den Ferkelschutzkorb gibt Schweineproduzenten wieder Rechtssicherheit, so dass diese in Zukunft wieder investieren können.
Die Einigung über den Ferkelschutzkorb gibt Schweineproduzenten wieder Rechtssicherheit, so dass diese in Zukunft wieder investieren können.
Schweinebauern investieren wieder in die Zukunft. Nach montagelanger Ungewissheit besteht nun Klarheit und überfällige Investitionspläne können umgesetzt werden. Im Hinblick auf die Versorgungssicherheit mit heimischem Schweinefleisch kann aber noch keine Entwarnung gegeben werden, so der oberösterreichische Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. Bis 1. Jänner 2013 muss laut EU-Bestimmung der Wartestall im Schweinezuchtbetrieb auf Gruppenhaltung umgestellt werden, warnt Hiegelsberger.

Die Zeit drängt. Die Einigung rund um den Ferkelschutzkorb gibt knapp 8.000 bäuerlichen Schweinebetrieben in Oberösterreich wieder Rechtssicherheit und damit eine Zukunftsperspektive. Auch die aktuelle Marktsituation lässt die Schweinebauern wieder optimistisch in die Zukunft sehen.
Die Schweineproduzenten wollen in die Zukunft investieren und auch nach dem 1. Jänner 2013 heimisches Schweinefleisch produzieren. Die Nachfrage bei den Stallbaufirmen ist enorm.

Bereits Rückgang des Schweinebestandes
Wie sich gezeigt hat, hat sich die heftige Tierschutzdiskussion bereits negativ auf den Schweinebestand ausgewirkt. Laut Statistik Austria ist der Gesamtschweinebestand in Österreich 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 % auf 3.004.907 Schweine gesunken. Besonders eklatant war der Rückgang bei den Ferkeln mit minus 6,1 % auf 718.000 Stück und bei den Jungschweinen mit minus 4,2 % auf 804.000 Stück. Oberösterreich ist als Produktionsland Nummer eins im Bereich der Schweine mit einem Minus von 2,6 % dabei noch relativ glimpflich davon gekommen.
Bei einer Umfrage im Jahr 2011 (siehe Beilage) gab noch jeder dritte Ferkelproduzent an, diesen Betriebszweig aufgeben zu wollen. 78 % der befragten Ferkelproduzenten gaben sogar an, sollte das Ferkelschutzkorbverbot kommen, die Ferkelproduktion aufgeben zu wollen. Ein Investitionsstopp in diesem Bereich war die Folge, den vor allem die heimischen Stallbaubetriebe stark zu spüren bekamen.


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Aktualisiert am: 17.02.2012 12:25
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