Schweinegrippe-Virus in Mexiko und den USA: Erster Verdachtsfall auch in Europa

Die Schweinegrippe zieht immer weitere Kreise: Nun hat das Virus nach Mexiko auch die USA erreicht. Auch in Europa gibt es bereits einen ersten Verdachtsfall.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) trifft zunächst keine weiteren Maßnahmen wegen der in Mexiko grassierenden gefährlichen Schweinegrippe. Mexikos Präsident Felipe Calderón erteilte dem Gesundheitsministerium seines Landes am Samstag weitgehende Vollmachten, um eine Ausbreitung der Grippewelle zu verhindern. An ihr sind in Mexiko 81 Menschen gestorben, 20 davon waren nachweislich von dem mutierten Schweinevirus infiziert. Die US-Gesundheitsbehörde CDC schickte inzwischen Experten nach Mexiko.

Schweinegrippe: Fälle in den USA

In den USA wurden unterdessen weitere Fälle bekannt. Bis zum Samstagabend gab es laut Medienberichten zehn bestätigte Schweinegrippe-Fälle, sechs in Kalifornien, zwei in Texas und zwei weitere in Kansas. Influenza-Fälle gab es auch in einer Schule in New York. Acht von neun Proben hätten gezeigt, dass es sich "vielleicht" um das Virus handeln könne.

Erster Verdachtsfall in Europa

Auch in Europa wurde ein erster Verdachtsfall bekannt: In London wurde ein aus Mexiko zurückgekehrter Flugbegleiter wegen grippeähnlicher Symptome behandelt. Der Mann spreche auf die Behandlung gut an, sagte ein Krankenhaussprecher. Das Problem: Jede Influenza - ob Schweine- oder humane Influenza - verursacht ähnliche Symptome. Das heißt, dass erst Labortests mit der genetischen Untersuchung der Viren die genaue Art der Erkrankung klären kann.

Gensequenz des Grippeviruses publiziert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits die Gensequenz des mutierten Schweinegrippe-Virus, das für die belegten Erkrankungsfälle verantwortlich ist, publiziert. Es handelt sich um ein Virus mit dem Namen A/California/04/2009 A(H1N1). Die Nomenklatur stammt aus dem Auffindungsort, dem Zeitraum des ersten Auftretens sowie der rohen Typisierung nach den Hämagglutinin- und Neuraminidase-Bestandteilen. Mit der genauen Gensequenz können Labors weltweit verdächtige Proben von Mensch und Tier untersuchen. (Quelle: Kleine Zeitung )


Autor:
Aktualisiert am: 27.04.2009 17:47

Landwirt.com Händler Landwirt.com User