Schweinegesundheit: Neues Forschungsprojekt von VetMed und BOKU startet

Veterinärmedizinische Universität und BOKU Wien kooperieren mit Unternehmen.
Ziel des Forschungsprojektes "Präventive Veterinärmedizin" soll die Verbesserung der Schweinegesundheit sein.
Ziel des Forschungsprojektes "Präventive Veterinärmedizin" soll die Verbesserung der Schweinegesundheit sein.
„Präventive Veterinärmedizin - Verbesserung der Schweinegesundheit für eine sichere Fleischproduktion " oder kurz "PVM " nennt sich ein neues Forschungsprojekt unter der Federführung der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Das Projekt wird morgen, im Zuge der Spatenstichfeier für die neue Schweineanlage Medau am Lehr- und Forschungsgut (Bezirk Baden) vorgestellt.

Wirtschaftsfaktor Fleischproduktion

Zwei Universitäten, die Vetmeduni Vienna und die BOKU Wien, sowie neun Unternehmen haben sich im Projekt PVM zusammengefunden, das eines von zwei landwirtschaftlich orientierten Kompetenzprojekten ist und vom Land NÖ gefördert wird. Projektleiter ist Univ.-Prof. Martin Wagner von der Vetmeduni Vienna, der bereits andere nationale und internationale Forschungsprojekte im Bereich der Lebensmittelsicherheit abgewickelt hat. "Die gesamte Kette der Fleischproduktion ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Österreich. Wir erwarten uns, dass wir mit den Ergebnissen aus dem Projekt die internationale Wettbewerbsfähigkeit in diesem Bereich verbessern können ", so Wagner. Ein wesentliches Element dieses Projekts sei die neue Schweineanlage am Lehr- und Forschungsgut, die den Maßstäben fortschrittlicher und wettbewerbsfähiger Landwirtschaft entspreche.
Vier Teilprojekte im Bereich Tiergesundheit

PVM ist ein insgesamt vierteiliges Forschungsprojekt. Es beginnt beim Futter: Mykotoxine, also Pilzgifte, stellen in der heutigen Schweinehaltung immer noch ein Problem dar, zu deren Verminderung neue Ansätze entwickelt werden. Da Ferkel gerade in der Phase des Absetzens besonders empfindlich sind, werden spezielle Futtermittelzusatzstoffe für die Stabilisierung der Darmflora gesucht. Der Verbesserung von Impfungen im Hinblick auf ihre Wirksamkeit widmet sich Teilprojekt zwei. Dass der Weg des Schweinefleischs sehr gut nachvollziehbar ist, bietet die Grundlage für das dritte Teilprojekt: Die Forscher wollen herausfinden, ob und wie Daten aus den Schlachtbetrieben von den betreuenden Tierärzten für gezieltere veterinärmedizinische Maßnahmen genutzt werden können. Im Teilprojekt vier stehen hoch sensitive, qualitative und quantitative Testsysteme zur Detektion von Krankheitserregern im Fokus. Zusätzlich werden Produktionsbedingungen analysiert und Daten erhoben, durch die mögliche Risikofaktoren identifiziert werden sollen (Quelle: AIZInfo).


Aktualisiert am: 06.04.2011 15:28
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