Schweinefütterung: Teuren Sojaschrot ersetzen - aber wie?

Die Preise für Sojaschrot steigen. An der Börse in Chicago wurden Sojabohnen der neuen Ernte für bis zu 25 Euro je dt gehandelt, das sind 10 % mehr als Anfang Oktober. Ein Grund für den Preisanstieg ist der Kälteeinbruch in den USA, wodurch mit Ernteausfällen gerechnet wird.
Für Schweinehalter sind dies unschöne Nachrichten, weil dadurch die Futterkosten steigen könnten. Die anhaltenden Diskussionen um die Nulltoleranz bei nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Sorten verschärft die Situation weiter. Um den Sojaaufwand zu reduzieren, muss die Futtereffizienz verbessert werden. Das rät Fütterungsexperte Dr. Gerhard Stalljohann von der LWK Nordrhein-Westfalen im Wochenblatt Westfalen-Lippe Schweinehaltern. Wichtig sind eine Optimierung des Hygienestatus im Stall sowie die Verbesserung der Futter- und Fütterungshygiene.

Mit Phasenfütterung Eiweißfuttermittel sparen

Die Zweiphasen-Mast sollte Standard sein, weil sich damit bis zu 10 kg Sojaschrot bzw. 4 Euro Futterkosten pro Tier einsparen lassen. Außerdem lässt sich Soja- teilweise problemlos durch Rapsschrot ersetzen. Ist dies nicht verfügbar, können essenzielle Aminosäuren zum Einsatz kommen. Dadurch sinkt der Sojaverbrauch um 5 kg, die Futterkosten um 1 Euro. (Quelle: SUS)


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Aktualisiert am: 29.10.2009 10:34
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