Schweinefleischexport aus der EU kräftig gewachsen

In den ersten vier Monaten dieses Jahres wurden 974 300 Tonnen Schweinefleisch an Drittstaaten geliefert - Ein Plus von einem Fünftel beziehungsweise 30 Prozent - Asiatische Länder werden als Abnehmer immer wichtiger.
Die Exportzahlen der EU für die ersten vier Monate 2011 sind erfreulich.
Die Exportzahlen der EU für die ersten vier Monate 2011 sind erfreulich.
Der Export von Schweinefleisch aus der Europäischen Union hat sich im ersten Jahresdrittel 2011 auf kräftigem Expansionskurs befunden. Laut Angaben der Europäischen Kommission wurden aus der Gemeinschaft von Januar bis April dieses Jahres bezogen auf das Produktgewicht insgesamt gut 444 100 t Schweinefleisch nach Drittstaaten geliefert; das war ein Fünftel mehr als die Menge in der entsprechenden Zeit von 2010, die allerdings teilweise noch von den negativen Auswirkungen der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise geprägt war. Im vergangenen Kalenderjahr führten die 27 Mitgliedstaaten insgesamt die Rekordmengen von 2,69 Mio t Schweinefleisch aus.

Russland bleibt größter Importeur von EU-Schweinefleisch
Wichtigster Abnehmer von Schweinefleisch aus der Gemeinschaft war auch in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres Russland, das seine Bezüge um 8 % auf 271 200 t steigerte. Immer mehr an Bedeutung gewinnt als Absatzmarkt für die Schlachtunternehmen in der EU jedoch Fernost. Nach Hongkong und China wurden in der aktuellen Berichtsperiode etwa 163 100 t sowie rund 74 500 t EU-Schweinefleisch geliefert, was eine Zunahme um ein Viertel beziehungsweise fast ein Drittel bedeutete. Die Schweinefleischausfuhren nach Südkorea nahmen sogar um 141 % auf 83 200 t zu; der relativ kräftige Anstieg dieser Lieferungen hängt zusammen mit der durch den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) bedingten Verknappung des Schweinefleischangebotes in Südkorea. Die Regierung in Seoul reagierte darauf mit deutlichen Erleichterungen bei der Fleischeinfuhr. Der Schweinefleischexport der EU-27 nach Japan wuchs in den Berichtsmonaten verglichen mit der Vorjahresperiode um 14 % auf 78 400 t. Weitere wichtige Abnehmerländer waren die Philippinen, Weißrussland, die Ukraine, die USA, Kroatien, Angola und Australien. Der Import von Schweinefleisch in die Gemeinschaft kommt derweil einem Nischengeschäft gleich: Von Januar bis April wurden lediglich 11 900 t Schweinefleisch aus Drittstaaten bezogen; das war ein Drittel weniger als in den entsprechenden Monaten von 2010. Dabei kam gut die Hälfte aus der Schweiz.


Aktualisiert am: 05.07.2011 09:59
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