Schweinebestand in der EU rückläufig

Im Dezember 2011 waren die Schweinebestände Europas 1,6 % niedriger als im Jahr 2010. In den osteuropäischen Mitgliedsländern ist der Rückgang am deutlichsten.
Vor allem der Bestand an Zuchtsauen in Europas Schweineställen verringerte sich.
Vor allem der Bestand an Zuchtsauen in Europas Schweineställen verringerte sich.
In den meisten Ländern der Europäischen Union sind die Schweinebestände im vergangenen Jahr abgestockt worden. Laut Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaften (Eurostat) belief sich der Schweinebestand im Dezember 2011 in der EU ohne Belgien, Griechenland, Großbritannien und Zypern auf 136,4 Millionen Tiere - 2,3 Millionen Stück oder 1,6 % weniger als bei der vergleichbaren Bestandserhebung 2010. Ohne die Änderung der Erfassungsmethodik in Deutschland, die für einen Zuwachs der hiesigen Tierzahl um 1,9 % sorgte, wäre der Bestandsrückgang in Europa noch größer ausgefallen. Die stärksten Abnahmeraten werden von Eurostat für osteuropäische Mitgliedsländer ausgewiesen. So hat sich die Schweinepopulation in Polen binnen Jahresfrist um 1,7 Millionen Tiere oder 11,6 % verringert. Für Litauen, Slowenien, die Slowakei und Tschechien wurden ebenfalls Minusraten von mehr als 10 % festgestellt. Demgegenüber blieb die Zahl der Schweine in den größeren Produzentenländern Spanien, Frankreich, Dänemark, Italien und den Niederlanden relativ stabil. Dies galt jedoch nicht für die Kategorie der weiblichen Muttertiere, deren Bestand in der Summe der 23 Länder, die an Eurostat meldeten, um 430.000 Tiere oder 3,5 % im Vergleich zu Dezember 2010 abnahm. Überdurchschnittlich stark eingeschränkt wurde die Zuchtsauenhaltung in Osteuropa. In Polen fehlten gegenüber dem Vorjahr mehr als 200.000 Tiere oder 15,3 %. In Slowenien, Litauen und Tschechien wurden zwischen 15 % und 20 % weniger Sauen gehalten. In Italien und Finnland nahm der Sauenbestand ebenfalls um rund 8 % drastisch ab. Eine Verringerung der Zuchtsauenzahl zwischen 1,7 % und 3,7 % verzeichneten Deutschland, Frankreich, Österreich und Dänemark, während in den Niederlanden ein leichter Zuwachs erfolgte.


Aktualisiert am: 06.03.2012 20:22
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