Schweine vor Mykoplasmen schützen

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Mykoplasmeninfektionen können in einem Schweinebestand einen hohen Schaden verursachen. Gezielte Impfstrategien helfen das Infektionsrisiko zu reduzieren.
Die fachgerechte Impfung soll die Schweine vor Mykoplasmeninfektionen schützen. (Foto: Archiv)
Die fachgerechte Impfung soll die Schweine vor Mykoplasmeninfektionen schützen. (Foto: Archiv)
Ferkelhusten oder Enzootische Pneumonie – jedem Schweinehalter ist die durch das Bakterium Mycoplasma hyopneumoniae hervorgerufene Erkrankung bestens bekannt. Die an der Reinform erkrankten Tiere – meist sind es eben Ferkel – zeigen einen typischen trockenen Husten. Das große Problem an dieser Erkrankung liegt darin, dass die Mykoplasmen als Wegbereiter für weitere Krankheitserreger des Atmungstraktes auftreten. Infolge des Ferkelhustens kann es dann zu schweren Lungenentzündungen (Pneumonien) kommen. In der Fachsprache wird diese durch Mykoplasmen (und PCV2) begründete und durch weitere Keime verstärkte Lungenentzündung als Porcine Respiratory Disease Complex (PRDC) bezeichnet. Aus diesem Grund ist die Kontrolle von Mykoplasmen-(und PCV2-)Infektionen von so grundlegender Bedeutung für die Lungengesundheit bis in die Mast hinein.

Impfung ist Standard
In Zeiten zunehmender Antibiotikaresistenzen ist die wichtigste Kontrollmaßnahme, neben einer gewissenhaften Biosecurity, die Impfung. Zum Schutz vor Infektionen mit Mycoplasma hyopneumoniae existieren schon seit geraumer Zeit eine ganze Reihe von Impfstoffen. Aus tierärztlicher Sicht werden die Mykoplasmenvakzinen in One-Shot- und Two-Shot-Vakzinen unterteilt. Die One-Shot-Vakzine wird einmalig, meistens knapp vor dem Absetzen, verabreicht, und bei der Two-Shot-Vakzine sind zwei Anwendungen, meistens in der ersten und der dritten Lebenswoche, vorgesehen. Welche der beiden Vakzinentypen verwendet wurde, war lange Zeit beinahe eine Glaubensfrage. In Österreich ist bislang vor allem die Two-Shot- Variante bevorzugt worden. Es gibt aber auch handfeste grundlegende Überlegungen zur Entscheidungsfindung, welcher Variante der Vorzug zu geben sei.

Folgende Punkte spielen dabei eine Rolle:
1. der Zeitpunkt des erwarteten Erregerkontaktes (und die Stärke des Erregerdruckes)
2. das Vorhandensein maternaler Antikörper und
3. die Effektivität der Vakzine aus immunologischer Sicht

Den Artikel von Wolfgang und Sabine Sipos in voller Länge und mit detaillierten Tipps Mykoplasmenimpfung finden sie in der LANDWIRT Ausgabe 22/2018 Bestellen Sie hier kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 22/2018 (solange der Vorrat reicht)

Aktualisiert am: 09.11.2018 11:18