Schweine mit Körnerhirse füttern

Der Einsatz von Körnerhirse in der Schweinefütterung ist sinnvoll. Beim Einsatz in der Ferkelaufzucht sind dabei aber so manche Punkte zu beachten.
Bei der Verfütterung von Körnerhirse muss man manche Punkte beachten.
Bei der Verfütterung von Körnerhirse muss man manche Punkte beachten.
In der Ferkelaufzucht sollte bei hohen Leistungen der Hirseeinsatz auf etwa 30 % der Mischung begrenzt werden. In der Schweinemast war bei der Verfütterung von Körnerhirse in der Ration eine gute Futteraufnahme festzustellen und es wurden Mastleistungen wie mit Maisrationen erzielt. Dies geht aus einem aktuellen Versuch der Universität für Bodenkultur an der LFS Hatzendorf hervor.

Im Südosten Österreichs suchen die Veredler nach Alternativen zum Mais (Wurzelbohrer). Hirse könnte eine sein.

Körnerhirse in der Ferkelaufzucht
Für den Versuch wurden 48 Ferkel (F1 Kreuzungstiere der Rassen Weißes Edelschwein x Pietrain) ausgewählt und auf zwei Gruppen aufgeteilt. Dabei wurde auf eine gleichmäßige Verteilung von Geschlecht, Wurf und Gewicht geachtet. Jeweils sechs Tiere pro Box wurden in einem vollklimatisierten Stall mit Teilspaltenboden gehalten und mit mehligen Futtermischungen über Futterautomaten ad libitum versorgt. Alle Ferkel bekamen zwei Wochen ein einheitliches Ferkelabsetzfutter. Erst das Ferkelaufzuchtfutter unterschied sich in der Zusammensetzung der Getreidekomponenten – es wurden 50 % Mais und 20 % Gerste durch 70 % Hirse ersetzt. Die Futtermischungen wurden isoenergetisch, das heißt auf gleichen physiologischen Brennwert, kalkuliert. Zudem wurde auf einen gleichen Gehalt an verdaulichen, essenziellen Aminosäuren geachtet. Während des Ferkelversuches traten bei den Tieren keine Ausfälle oder Probleme mit Durchfällen bzw. anderen Erkrankungen auf. Daher waren auch keine tierärztlichen Behandlungen notwendig. Die Tiere der Hirsegruppe erreichten aber eine schlechtere Lebendmasseentwicklung. Dies führte zu 6 % geringeren Tageszunahmen in den ersten beiden Versuchswochen. Im Zeitraum der Versuchswochen 3 bis 5 war die Hirsegruppe der Kontrollgruppe um 3,6 % unterlegen. Über die gesamte Versuchsperiode betrachtet lag die Hirsegruppe mit 640 g Tageszunahmen um 30 g bzw. 4,3 % unter denen der Kontrollgruppe. In der Futteraufnahme unterschieden sich die beiden Gruppen nur geringfügig. In der Futterverwertung war die Hirsegruppe um ca. 7,5 % signifikant schlechter als die Kontrollgruppe.

Die Details zum Versuch und wie die Ergebnisse in der Schweinemast ausgefallen sind, erfahren sie am Schweinefachtag in Hatzendorf, am Mittwoch 7. Februar 2018.

Aktualisiert am: 02.02.2018 17:00
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