Schweine: Russland will Lebendimporte begrenzen

Russland versucht die ständig steigenden Importe von Schlachtschweinen aus der EU zu begrenzen. Ziel ist, den Selbstversorgungsgrad Russlands bei Schweinefleisch deutlich zu erhöhen.
Lebende Schweine wurden in einem Umfang von 25.000 Stück erstmals 2003 nach Russland importiert. 2008 waren es bereits fast 603.000 Stück. Von Januar bis Juni 2009 wurden knapp 370.000 Tiere importiert.

Zollabgaben für lebende Schweine geringer als für Fleisch

Im Gegensatz zu den Fleischeinfuhren im Rahmen einer festgelegten Quote, die mit 15 Prozent Wertzoll belegt werden, beträgt der Zoll für lebende Schweine lediglich 5 Prozent. Damit läßt sich der rückläufige Fleischhandel zwischen Russland und der EU erklären. Versuche der russischen Schweinemäster, von der Regierung in Moskau eine Zollerhöhung auf bis zu 35 Prozent zu erreichen, sind in der Vergangenheit stets unter Hinweis auf die WTO-Verhandlungen gescheitert.

Russland: Keine Aufnahme in die WTO

Da Russland inzwischen aber offensichtlich nicht mehr an einer schnellen Aufnahme in die WTO interessiert ist und der Schutz der einheimischen Landwirtschaft stärker in den Vordergrund gestellt wird, schließen EU-Vieh- und Fleischhandelsunternehmen nicht aus, dass weitere Bemühungen um Zollerhöhungen, erfolgreich sein könnten. (Quelle: Deuka)


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Aktualisiert am: 29.07.2009 19:24
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