Schweine: Österreichs Fleischproduktion stagniert

Die Landwirte in Österreich haben im vergangenen Jahr insgesamt etwa 896 900 t Fleisch produziert und damit das Ergebnis von 2007 um 0,1 % verfehlt, berichtet Agra-Europe. Das geht aus der Versorgungsbilanz für tierische Produkte hervor, die jetzt von der Statistik Austria für das Jahr 2008 vorgelegt wurde.
Die Inlandsverwendung von Fleisch lag mit insgesamt knapp 820 500 t um 1,5 % niedriger als 2007. Damit erhöhte sich der Selbstversorgungsgrad Österreichs bei Fleisch von 108 % auf 109 %. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch sank 2008 nach den Berechnungen der Wiener Statistiker um 1,8 kg auf 98,4 kg. Maßgeblich hierfür war der Rückgang des Schweinefleischkonsums um 1,6 kg auf 56,4 kg im Mittel. Wieder deutlich zurückhaltender nach der zuvor kräftigen Verzehrssteigerung gaben sich die Österreicher auch beim Geflügelfleisch; hier verringerte sich die durchschnittliche Nachfrage pro Kopf um 0,5 kg auf 19,3 kg. Hingegen nahm der Verzehr von Rind- und Kalbfleisch je Einwohner zu, und zwar um 0,2 kg auf 18,4 kg.

Rindfleischproduktion deutlich höher als die Nachfrage

Während der Inlandsbedarf an Geflügelfleisch in Österreich aber nur zu 75 % gedeckt werden konnte, überstieg die Produktion von Rind- und Kalbfleisch die Nachfrage weiterhin deutlich, nämlich um 45 %. Bei Schweinefleisch waren Erzeugung und Bedarf hingegen weitgehend ausgeglichen. Der Fleischexport wuchs kräftig, und zwar um 12,2 % auf 459 800 t.


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Aktualisiert am: 08.09.2009 17:04
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