Schweine: Mais eine hervorragende Komponente im Futtertrog!

Mais ist für den Einsatz in der Schweinefütterung hervorragend geeignet. Einige Feinheiten müssen jedoch beachtet werden!
Futterrationen mit Körnermais und/oder CCM erlauben höchste biologische Leistungen in der Sauen-, Ferkel- und Mastschweinefütterung. Ein entscheidender Grund hierfür sind die hohe Energiekonzentration und die Tatsache, dass die Gehalte an sekundären Inhaltsstoffen sehr gering sind. Diese könnten zu einer Beeinträchtigung des Geschmacks und der Verdauung führen.

Mais liefert jede Menge Energie

Mais ist als reiner Energielieferant einzustufen. Die Energiegehalte schwanken heuer bei 615 analysierten Proben zwischen 14,8 bis 16,7 MJ/ME.

Aminosäuren im Vergleich zu Getreide geringer

Im Vergleich zu Getreide (Rohproteingehalt zw. 10,5 bis 12,5 %) ist beim Maiseinsatz eine deutlich höhere Eiweißfutterergänzung nötig. Der Knackpunkt ist das Lysin. Im Vergleich zur Gerste liegen die Lysingehalte im Körnermais und CCM um über 35 % niedriger. Der Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystin sowie der des Threonins liegt im Mais ebenfalls eher niedriger als im Getreide. Besonders arm ist der Mais jedoch an der Aminosäure Tryptophan. Werden die empfohlenen Tryptophangehalte in Futtermischungen deutlich unterschritten, führt dies vor allem zu einer verringerten Futteraufnahme.

Futteruntersuchung ein Muss!

Direkt nach der Ernte sollten Sie den Mais unbedingt auf die wertbestimmenden Gehalte im Futterlabor untersuchen lassen. Die Rohproteingehalte bei 615 analysierten Proben in der LUFA NRW schwanken von 70 bis 107 g je kg Trockenmasse. Die angestrebte Eiweißversorgung von 170 bis 185 g/kg Schweinefutter für die Mast ab 35 kg Lebendmasse muss mit Sojaschrot oder Eiweißergänzer entsprechend ergänzt werden, damit die Schweine ihr genetisches Potential ausschöpfen können. Eine gezielte und leistungsorientierte Ergänzung kann jedoch nur erfolgen, wenn Sie die Inhaltsstoffe vom Mais bzw. CCM kennen.

Besonders wichtig ist aber auch die genaue Kenntnis des T-Gehalts im CCM. Während zum Beispiel bei einem CCM mit 65 % T etwa 2,1 kg Wasser je kg Grundmischung für die Mast ab 35 kg LM zugegeben werden müssen, sind bei einem CCM mit 55 % T nur 1,9 kg Wasser erforderlich.


Autor:
Aktualisiert am: 30.12.2008 22:08
Landwirt.com Händler Landwirt.com User