Schweine: Höhere Leistungen bei geschlossener Aufzucht und Mast?

Das Umsetzen in die Mast als geschlossener Wurf soll aufgrund geringerer Stressbelastungen zu besseren Aufzucht- und Mastergebnissen führen.
Diese Behauptung hat man in Thüringen untersucht und dabei verschiedene Verfahren mit einander verglichen. Dabei wurde die heute übliche Mehrphasenproduktion, also das Umsetzen nach der Säugeperiode in einen speziellen Ferkelaufzuchtstall und nach der Ferkelaufzucht in die Mast mit einer Zweiphasen- und Einphasenproduktion verglichen. Bei der Einphasenproduktion wird überhaupt nicht umgesetzt und bei der Zweiphasenproduktion bleiben die Ferkel bis zum 70-sten Tag in der Abferkelbucht (früher sehr verbreitet!).

Ferkel so wenig wie möglich und behutsam umsetzen

Die Untersuchungen ergaben keine durchgängig positiven Leistungseffekte der Schweine, die als Wurf komplett abgesetzt und gemästet wurden. Bauliche Voraussetzungen, die Streuung der Wurfgröße sowie der Anteil versetzter Tiere und untergewichtiger Tiere machen das Absetzen als geschossener Wurf unpraktikabel. Die Versuche zeigten aber auch: Ferkel sollten so wenig wie möglich und behutsam umgesetzt werden (Quelle ZDS).


Aktualisiert am: 26.06.2009 14:55
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