Schweine: Futterstruktur entscheidend für die Magengesundheit

Die Vermahlungsintensität und die Darreichungsform des Futters sind entscheidende Einflussfaktoren für die Gesundheit der Magenschleimhaut bei Schweinen. Die Tierärztliche Hochschule Hannover hat hierzu Untersuchungen durchgeführt.
Futterbestandteile unter 0,4 mm sind problematisch

Dabei wurden die Auswirkungen einer unterschiedlichen Vermahlungsintensität und Konfektionierung des Futters (schrotförmig bzw. pelletiert) auf die Integrität und Funktion der Magenschleimhaut quantifiziert. Das Institut für Tierernährung der TiHo Hannover fand heraus, dass der Anteil von Partikeln mit einem Durchmesser von 0,4 mm und weniger ausschlaggebend für das Entstehen von Magenerkrankungen ist. Allerdings ist bis heute wissenschaftlich nicht geklärt, warum das so ist. Um Empfehlungen für die Mischfutterindustrie geben zu können, sind weitere Untersuchungen notwendig.

Nicht der Rohfasergehalt sondern die Länge der Futterpartikel ist entscheidend

Tiere, die bereits erkrankt sind, erholen sich teilweise erstaunlich schnell, wenn ihnen zusätzlich Stroh als Futter angeboten wird. Dabei ist nicht der Rohfasergehalt entscheidend, sondern die Länge der Partikel. Der Zusatz einer konzentrierten Rohfaserquelle zum Futter erbrachte nämlich nicht den erwünschten Erfolg.


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Aktualisiert am: 20.03.2009 10:57
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