Schweine: Dysenterie bleibt ein Problem

Zu großen wirtschaftlichen Schäden führt die Schweinedysenterie, vor allem bei Läufern und jungen Mastschweinen.
Dr. Werner Herbst von der Universität Gießen erläuterte während des diesjährigen AfT-Herbstsymposiums, dass es in Ländern wie den USA oder Dänemark gelungen sei, die Krankheitshäufigkeit zurückzudrängen, in Deutschland werde dagegen eine noch zunehmende Tendenz beobachtet. Etwa ein Drittel der Betriebe sei betroffen.

Hoher Sojaanteil problematisch

Der verantwortliche Erreger vermehre sich vor allem im Dickdarm und führe dort zur Schädigung der Darmschleimhaut und zu Blutungen. Aufgrund verschiedener Serotypen gestalte sich die Entwicklung geeigneter Impfstoffe schwierig.
Deshalb sei die konsequente Therapie der Krankheit unverzichtbar und derzeit das einzige Mittel der Wahl. Eine regional sehr unterschiedliche Resistenzproblematik erschwere jedoch die Therapieempfehlungen. Deshalb müsse man verstärkt über eine Verbesserung der Managementsysteme nachdenken. So sei es beispielsweise wahrscheinlich, dass hohe Sojaschrotanteile im Futter sowie die Gruppenhaltung das Infektionsgeschehen beeinflussen. (agrar-press)


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Aktualisiert am: 12.12.2008 14:51
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