Schutzwald ist die Lebensversicherung im ländlichen Raum

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Vorarlberger Landesforstdienst investiert auch 2017 kräftig in die Sicherheit.
Ohne Schutzwald wären mehr als zwei Drittel der Landesfläche in Vorarlberg nicht bewohnbar. Foto: Catalin Petolea/shutterstock.com.
Ohne Schutzwald wären mehr als zwei Drittel der Landesfläche in Vorarlberg nicht bewohnbar. Foto: Catalin Petolea/shutterstock.com.
Der Wald prägt das Vorarlberger Landschaftsbild und bietet in den bergigen Landesteilen Schutz für Straßen, Wohn- und Betriebsgebiete. Rund die Hälfte des Bestandes ist Schutz- und Bannwald – insgesamt 49.000 ha. Ohne diesen natürlichen Schutz gegen Muren, Lawinen und Steinschlag wären mehr als zwei Drittel der Landesfläche bedroht beziehungsweise nicht bewohnbar. Der Wald ist somit quasi die Lebensversicherung des ländlichen Raumes, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner beim Pressefoyer. Der Landesforstdienst sowie die Wildbach- und Lawinenverbauung bilden eine bewährte Sicherheitspartnerschaft zur Pflege, Bewirtschaftung sowie Erhaltung der Schutzwälder. Für 2017 ist wieder ein umfangreiches Arbeitsprogramm geplant.

Aufgrund der hohen Bedeutung des Waldes unterhält Vorarlberg als einziges Bundesland einen Waldfonds als flexibles und wirksames Finanzierungsinstrument. Dieser ist mit rund 2 Mio. Euro dotiert, hinzu kommen etwa 1,3 Mio. Euro aus dem kofinanzierten EU-Programm für die Ländliche Entwicklung 2014 bis 2020. Somit stehen jährlich rund 3,3 Mio. Euro für Pflege und Erhaltungsmaßnahmen vorwiegend im Schutzwald zur Verfügung. Das Arbeitsprogramm der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) hat für 2017 ein Volumen von 17,29 Mio. Euro, davon entfällt etwa ein Drittel auf Schutzwaldmaßnahmen.

Für Landesrat Erich Schwärzler sind der Landesforstdienst und die WLV Sicherheits-Zwillinge für Vorarlbergs Wald. Rein technische Maßnahmen werden von den Gebietsbauleitungen der WLV durchgeführt, forstliche Begleitmaßnahmen wie Aufforstungen und Waldpflege werden vom Landesforstdienst durchgeführt und fachlich begleitet. Landesforstdirektor Andreas Amann sieht für das kommende Jahr zwei zentrale Aufgaben: zum einen die Waldpflege-Offensive mit spezieller Unterstützung für Klein-Waldbesitzer, zum anderen Verjüngungsmaßnahmen im Schutzwald in enger Zusammenarbeit mit der Jägerschaft.

Aktualisiert am: 22.12.2016 14:38
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