Schnitthöhe beeinflusst Pflanzenbestand und Ertrag

Ein hoher Schnitt fördert den Grasanteil und die Qualität der Silage, führt aber zu geringeren Masse-Erträgen. Dennoch kann unter besonderen Bedingungen der tiefe Schnitt sinnvoll sein.

Der Abstand zwischen Klinge und Boden (technische Schnitthöhe) soll auf festem Boden 3 cm betragen, damit eine praktische Schnittehöhe von 5 bis 7 cm erreicht wird.
Der Abstand zwischen Klinge und Boden (technische Schnitthöhe) soll auf festem Boden 3 cm betragen, damit eine praktische Schnittehöhe von 5 bis 7 cm erreicht wird.
Die technische Schnitthöhe soll 3 cm – Abstand Boden zur Klinge, auf Beton gemessen - betragen. Die resultierende praktische Schnitthöhe ist meistens etwa doppelt so groß (5 bis 7 cm). Die Maschinen haben genügend „Reserven“, um Bodenkontakte zu vermeiden. Dadurch haben sie wenig Verschleiß und erfreuen den Landwirt durch eine lange Lebensdauer. Diese Schnitthöhe hat sich auch bezüglich Bestandseinfluss bei Dauerwiesen in der Praxis sehr bewährt.

In Kombination mit hohen Düngergaben kann ein tieferer Schnitt den Anteil an Englischem Raygras fördern. Auf schwach gedüngtem Dauergrünland ist das nicht zu empfehlen, da Horstgräser dominieren. Ein zu tief gewählter Schnitt schädigt diese Gräser stark, ebenso werden Rotklee und Luzerne nahezu vollständig verdrängt, sodass diese Flächen verunkrauten.

Bei feldutterartigem Grünland sollte man folgende Unterscheidung machen: Auf ein- bis zweijährigen angesäten Wiesen führt ein tieferer Schnitt zu Ertragssteigerung und kann daher durchaus nützlich sein, falls keine übermässige Futterverschmutzung zu befürchten ist. Bei drei- und langjähriger Nutzung sollte die normale Schnitthöhe eingestellt werden, da sonst die Bestände zu schnell degenerieren, und Neuansaaten nötig machen.

Autoren: Joachim SAUTER und Lorenz DÜRR, Agroscope FAT Tänikon

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Aktualisiert am: 26.04.2005 16:41
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